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Frauenfeld, Historisches Museum Thurgau, T 9394
Pergament · 1 f. · 22.5 x 17.6 cm · gegen 1320
Miniatur mit dem „Marientod“ aus einem Antiphonar, möglicherweise aus dem Zisterzienserinnenkloster Salem

Ausgeschnittene, besonders grossformatige Buchillustrationaus einer Prachthandschrift. In der V-Initiale zum Text Vidi speciosam (Ich sah die Kostbare) anlässlich des Festes Mariae Himmelfahrt am 15. August liegt die Gottesmutter auf dem Sterbebett, umgeben von drei Aposteln und Jesus, der ihre Seele in Gestalt einer kleinen Frauenfigur in Empfang nimmt. Ein hochrechteckiger Rahmen mit geometrischem Rapport umschliesst die Szene. Links wachsen aus der V-Initiale drei Zweige mit Blättchen und Rosetten, die beschnitten sind. Die Malerei mit leuchtenden Blau- und Rottönen ist von hoher malerischer Qualität. Der Liedtext auf der Rückseite entstammt den Bibelversen 26 bis 32 der Lectio prima aus dem Lukasevangelium. Das Blatt stammt aus dem gleichen Choralmanuskript wie die Miniatur mit der Darstellung der „Verkündigung Mariae“. Beide Blätter zeigen Stationen aus dem Marienzyklus, wobei T 9393 die erste, T 9394 die letzte Etappe veranschaulicht.Stilistisch gehören sie zu drei Blättern aus der Sammlung de Bastard d'Estang in der Bibliothèque nationale de France in Paris (AD 152G, PL 842-3, AD 150H, PL 51). 1994 erwarb der Kanton Thurgau beide Fragmente im Handel in Paris. Zuvor waren sie in schweizerischem Privatbesitz. (sue)

Online seit: 12.12.2019

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Frauenfeld, Historisches Museum Thurgau, T 44414
Pergament · 1 f. · 21.5 x 29.3 cm · ca. 1310-1320
Miniatur mit der hl. Katharina von Alexandrien als Braut Christi aus einem Antiphonar, vermutlich aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharinental bei Diessenhofen

Blattfragment aus einem Choralmanuskript. Zwei übereinander angeordnete hochrechteckige Illustrationen am linken Bildrand zeigen zwei Stationen der Vita von Katharina: Im oberen Bild verweigert sie dem Kaiser Gehorsam und wendet ihre Aufmerksam einzig Jesus zu. Das untere Bild stellt die spirituelle, im Sinne der Minne vollzogene Liebesbeziehung zwischen Katharina und Christus dar. Der Rest des Pergamentblatts sowie die Rückseite sind mit liturgischem Text versehen, der sich aus Notation und Liedtext zusammensetzt. Unter den roten Notenlinien mit schwarzen Noten befindet sich jeweils die zugehörige Textzeile. Die Illustrationen entstanden in einer Buchmalerwerkstatt, in der auch das Graduale aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharinental angefertigt wurde (Schweizerisches Nationalmuseum Inv. LM 26117 / Historisches Museum Thurgau Inv. T 41401). Die beiden Miniaturen sind der gleichen Hand zuzuordnen wie die Darstellung der Maria von fol. 179v im Graduale. Fragile Figuren mit lebhaften Gesten, eine feine Binnenzeichnung der Gesichter, gedämpfte Farben sowie Freude am bildnerischen Erzählen mit originären Bildelementen zeichnen diesen Buchmaler aus. Das Blatt wurde 2011 vom Historischen Museum Thurgau im Auktionshandel in Zürich erworben. (sue)

Online seit: 12.12.2019

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. heb. 1
Pergament · I + 429 + II ff. · 27.8-28 x 20-20.5 cm‎ · Sephardisch · 13. Jahrhundert
Masoretische Bibel (Pentateuch, Propheten und Hagiographen)

Diese perfekt erhaltene, masoretische und sephardische Bibel aus dem 13. Jahrhundert wurde als Studienhandbuch benutzt, um die Kantillation bei der Lesung der Tora zu lernen. Die Bedeutung der Handschrift liegt jedoch in ihrer Herkunft. Sie scheint Mitte des 15. Jahrhunderts in Italien angekommen zu sein, gekauft von Solomon Finzi, einem berühmten jüdischen Bankier aus Mantua, der eine bedeutende Bibliothek hebräischer Handschriften besass. Ein Brief, der am Anfang der Handschrift eingefügt wurde, bestätigt, dass diese Bibel zu den 615 Bibelhandschriften gehörte, die für die Kollationierung des Vetus Testamentum hebraicum variis lectionibus (1766-1780) von Benjamin Kennicott benutzt wurden. (iss)

Online seit: 12.12.2019

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. lat. 78
Pergament · 315 + II ff. · 23 x 16.5 cm · 13. und Ende des 13.- Anfang 14. Jahrhundert
Sammelband mit medizinischen Texten

Die Handschrift enthält drei medizinische Texte, die aus dem Arabischen und dem Griechischen ins Lateinische übersetzt wurden. Sie beginnt mit einer kleinen Medizin-Enzyklopädie in zehn Büchern, dem Kitâb al-Mansuri von Rhazes (ff. 4-126), in der Gerhard von Cremona (gest. 1187) zugeschriebenen Übersetzung; gleich anschliessend folgt ein von Johannitius (lateinischer Name des Arztes und Übersetzers Hunain ben Ishāq al-Ibādī aus Bagdad, 808-873) inspiriertes Traktat über Fieber (ff. 126-144v). Die Sammlung wird mit dem Text Die zwölf Bücher der Medizin des byzantinischen Arztes Alexander von Tralles abgeschlossen, hier in drei Bücher aufgeteilt und gefolgt vom Traktat über das Fieber (ff. 146-289v). Die ausführlich annotierte Handschrift ist mit verzierten Initialen geschmückt, aus denen sehr schöne, rote und blaue „italienische Verlängerungen“ hervorgehen. (rou)

Online seit: 12.12.2019

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. lat. 81
Pergament · 10 ff. · 28.8 x 20.5 cm · Ancona oder Venedig · 1476
Andrea Benincasa, Atlas der Seekarten

Diese Portolankarte von Andrea Benincasa ist auf der letzten Karte, die auf die Hintere Innenseite geklebt wurde, signiert und auf 1476 datiert. Die fünf Seekarten, die jeweils eine Doppelseite des Atlas für sich beanspruchen, beschreiben das östliche Mittelmeer und das Schwarze Meer (Karte 1), die Küsten zwischen Sizilien und der Ägäis (Karte 2), das Mittelmeer von Gibraltar bis Rom mit Korsika und Sardinien (Karte 3), die Küsten zwischen England und Irland bis zur Meerenge von Gibraltar (Karte 4), und schliesslich die Küsten des Atlantiks  zwischen Gibraltar und dem Kap Bojador mitsamt den Kanarischen Inseln und anderen Inseln (Karte 5). Die sternförmigen, mit Windrosen versehenen Loxodromen zeigen die Kompassrichtungen an, während die Skalen, hier in den Blattecken eingetragen, die Distanzeinschätzungen ermöglichen. Der präzise Verlauf der mit Farbe hervorgehobenen Küsten und die elegante Schrift der Toponyme sind für die Karten aus dem Atelier der Benincasa charakteristisch, die als Objekte für Bücherliebhaber, jedoch nicht für die Navigation bestimmt sind. Unter den zahlreichen Inschriften auf diesen Karten sind die über die atlantischen Inseln am überraschendsten, da sie die Entdeckung des amerikanischen Archipels wie „Antilia“, oder der Insel „Brasilien“ vorwegzunehmen scheinen; diese Namen wurden von Christoph Kolumbus und seinen Nachfolgern übernommen, um bestimmte Gebiete in der Neuen Welt zu benennen. (vag)

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Genève, Fondation Barbier-Mueller, Simeoni/Strozzi
Papier · I + 124 + I ff. · 22.5 × 15.5 cm · Florenz · 1539 und 1565-1570
Gabriele Simeoni und Giovan Battista Strozzi, gesammelte Poesie

Sammelhandschrift mit dem folgenden Inhalt: 1. Sammlung von Autographen des Florentiner Dichters Gabriele Simeoni (Florenz, 1509 - Lyon, 1577?), gewidmet dem Cosimo de' Medici, Grossherzog der Toscana, mit Gedichten in Italienisch und Lateinisch und durch die Hand des Autoren illustriert; 2. Teilweise autographe Sammlung von Giovan Battista Strozzi (1489-1538), die seine Madrigale enthält, sowie einige Kompositionen von Leonardo Giustiniani (1388-1446) und von Anton Francesco Grazzini (1505-1584). (rom)

Online seit: 12.12.2019

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Lausanne, Bibliothèque cantonale et universitaire - Lausanne, M 1016
Papier · 141 ff. · 29 x 20 cm · Genf · 16. Jahrhundert
„Recueil Grenet“

Der „Recueil Grenet“ ist ein Gedichtsammelband, der vom Genfer Kaufmann Gilbert Grenet (1510 ?-1568) geschrieben wurde und der französische Gedichte, die während der Jahre 1530-1560 entstanden sind, enthält. Der Sammelband beginnt mit um die vierzig Episteln und Zehnzeilern von Clément Marot, die vermutlich während und nach seinem Aufenthalt in Genf (1542-1543) abgeschrieben wurden. Danach folgen anonyme Gedichte über die Tugend der Erziehung und die Kunst des Schreibens. Zum Schluss folgen etwa vierzig Epigramme und Gedichte, die die Reformation preisen und gegen den Katholizismus polemisieren. Einige sind persönliche Überarbeitungen von Texten von Théodore de Bèze und Ronsard. Die Handschrift ist teilweise illuminiert und illustriert die Rolle der militanten Dichtung im kaufmännischen Milieu, welches die Reformation in der Stadt Genf zur Zeit Calvins unterstütze. Sie wurde von der Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne 1844 erworben. (dou)

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Schaffhausen, Konzernarchiv Georg Fischer AG, GFA 1/144.4
Papier · 136 pp. · 17 x 10 cm · 1826-1842
Johann Conrad Fischer, Meine Unterredungen mit Fürsten; ausgezogen aus meinen Tagebüchern. 2ter Band.

Diese unscheinbare Papierhandschrift in grünem Kartoneinband enthält verschiedene von Johann Conrad Fischer (1773-1854) eigenhändig exzerpierte Auszüge aus seinen österreichischen Reisetagebüchern. Darin schildert der Unternehmer und Metallurge Fischer aus Schaffhausen seine Begegnungen mit Erzherzog Johann von Österreich (1782-1859), die zwischen dem 4. Februar 1826 [S. 1] und dem 25. Juni 1842 [S. 125] stattfanden. Die zugrundeliegenden Reisetagebücher selber sind nicht mehr überliefert. Nachdem Erzherzog Johann Fischers englische Reisetagebücher gelesen hatte, wollte er den Autor persönlich kennenlernen und liess Johann Conrad Fischer durch dessen Sohn eine Einladung zukommen [S. 3]. Nach dieser ersten Begegnung im Februar 1826 fanden innerhalb von fünf Jahren sechs weitere Treffen statt: 13. September 1826 [S. 15], 24. Juni 1827 [S. 21], 5. Oktober 1828 [S. 50], 17. September 1829 [S. 58], 18. September 1829 [S. 77] und 17. September 1830 [S. 87]. Nach zehnjähriger Pause folgten die drei letzten Treffen: 25. Juni 1840 [S. 101], 24. Juni 1842 [S. 124] und 25. Juni 1842 [S. 125]. Auf 136 Seiten gibt Fischer hauptsächlich die Gespräche wieder, welche die beiden Männer führten. Anhand seiner Erzählungen lassen sich Fischers geschäftliches Interesse und seine Tätigkeit in Österreich besser nachvollziehen. Der Inhalt der Gespräche sowie die Umstände der Besuche eröffnen uns einen Blick auf ihre gemeinsame Welt im Spannungsfeld zwischen der Schweiz und Österreich, zwischen alten politischen Ordnungen und wirtschaftlicher Modernisierung. Die Einträge sind chronologisch geordnet, am Ende folgen vierzehn leere Seiten. Die Seitennummerierung stammt aus der Entstehungszeit des Albums. Ein Überraschungsfund in einem Bauernhaus in Löhningen (SH) brachte das Büchlein im Oktober 2018 ans Licht. Heute befindet es sich im Konzernarchiv der Georg Fischer AG in Schaffhausen. (egg)

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Schaffhausen, Konzernarchiv Georg Fischer AG, GFA 1/144.25
Papier · 190 pp. · 22.5 x 17.5 cm · 1811-1817
Korrespondenzbuch von Johann Conrad Fischer

Die Papierhandschrift enthält Abschriften, Entwürfe und Auflistungen der französischen, englischen und deutschen Geschäftskorrespondenz von Johann Conrad Fischer (1773-1854) aus Schaffhausen für die Jahre 1811 bis 1817 in mehrheitlich chronologischer Abfolge. Die ersten rund fünfzig Seiten decken den Zeitraum von 1811 bis 1815 ab und enthalten überwiegend Briefentwürfe – erkennbar an den regelmässig vorkommenden Textkorrekturen – an Geschäftspartner in der Romandie und dem französischen Jura. Auf den Seiten 58 bis 165 wird die Korrespondenz der Jahre 1816 und 1817 aufgelistet an Adressaten in Deutschland, Österreich, England, Frankreich und der Schweiz. Am Ende der Handschrift sind drei heterogene Blätter mit weiteren Briefentwürfen eingeklebt. (egg)

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Schaffhausen, Konzernarchiv Georg Fischer AG, GFA 1/144.36
Papier · 175 pp. · 18 x 11 cm · 1818-1820
Erinnerungsalbum von Eduard Fischer, med. stud.

Diese in grünes Leder gebundene Papierhandschrift ist das Erinnerungsalbum des Eduard Fischer (1801-1859) aus Schaffhausen und enthält Einträge von Familie und Freunden. Eduard Fischer war ein Sohn des Metallurgen und Unternehmers Johann Conrad Fischer (1773-1854) in Schaffhausen. Das Buch enthält Einträge von 1818 bis 1820. Der vorderste Eintrag ist aus der Hand seines Vaters Johann Conrad Fischer: „Experientia est optima Magistra! […] Zum Andenken von deinem dich liebenden Vatter Johann Conrad Fischer, Oberst Lieut: der Art: und Mitglied der helv: Gesellschaft für die gesamten Naturwissenschaften. Schaffhausen, dem 21ten Märtz 1819.“ [S. 3]. Die weiteren Einträge in Deutsch, Latein und Altgriechisch konzentrieren sich auf die Seiten 13 bis 91 mit etlichen leeren Zwischenseiten. Darunter befinden sich auch Widmungen seiner Brüder Georg Fischer (1804-1888) [S. 44] und Berthold Fischer (1807-1879) [S. 73] sowie seiner Schwester C. Fischer [S. 59]. Die Einträge sind nicht chronologisch geordnet. Die Seiten 92 bis 175 sind leer. (egg)

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Solothurn, Zentralbibliothek, Cod. S II 151
Pergament · 4 ff. · 17.5-33.5 x 19-28 cm · Frankreich: Tours · frühes 9. Jahrhundert
Biblia latina: Vulgata, recensio Alcuini (Fragment)

Reste einer Alkuinbibel aus dem Dominikanerkloster Bern, die um 1495 durch den Buchbinder Johannes Vatter als Spiegelblätter verschiedener heute in Bern und Solothurn befindlicher Inkunabeln verwendet wurden. Nach Aufhebung des Klosters 1528 gelangte der Trägerband nach Solothurn, zunächst in die Bibliothek des Stifts St. Ursus, nach dessen Aufhebung 1874 in die Kantonsbibliothek, eine der Vorgängerinstitutionen der heutigen Zentralbibliothek Solothurn. Zusammenführung der Fragmente: [sine loco], codices restituti, Cod. 5 (Biblia latina). (mit)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1763
Papier · I + 386 pp. · 48 x 35 cm · Kloster St. Gallen, P. Dominikus Feustlin · [1757]
Antiphonar, Frühlingsteil

Frühlingsteil eines ursprünglich auf zwei Bände angelegten und beim Binden in vier Bände aufgeteilten Antiphonars. Das Antiphonar, dessen weitere Teile in Cod. Sang. 1762, 1764 und 1795 erhalten sind, wurde geschrieben und sehr wahrscheinlich auch mit Buchschmuck versehen von P. Dominikus Feustlin (1713–1782). Sein Stil zeichnet sich durch farbintensive Rahmen aus Tausenden von kleinen Stäbchen um Initialen und Titelkartuschen aus. Verzierte Titelkartuschen befinden sich auf p. 68, 87, 106, 123, 179, 206, 260, 271 und 307. Der Frühlingsteil umfasst das Proprium de tempore von Aschermittwoch bis Auffahrt (p. 1205), das Proprium de sanctis von Ende Februar bis Mai (p. 206306), das Commune sanctorum (p. 307338), Offizien zu Ehren des hl. Benedikt (an Dienstagen, p. 339343) und der Jungfrau Maria (an Samstagen, p. 344347), Suffragia sanctorum (p. 348352) und Antiphonen und Responsorien für Wochentage (p. 352384). Die Melodien sind in Hufnagelnotation auf fünf Notenlinien notiert. (sno)

Online seit: 12.12.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1764
Papier · IV + 302 pp. · 48 x 35.5 cm · Kloster St. Gallen, P. Dominikus Feustlin · 1759
Antiphonar, Sommerteil

Sommerteil eines ursprünglich auf zwei Bände angelegten und beim Binden in vier Bände aufgeteilten Antiphonars. Das Antiphonar, dessen weitere Teile in Cod. Sang. 1762, 1763 und 1795 erhalten sind, wurde geschrieben und sehr wahrscheinlich auch mit Buchschmuck versehen von P. Dominikus Feustlin (1713–1782). Sein Stil zeichnet sich durch farbintensive Rahmen aus Tausenden von kleinen Stäbchen um Initialen und Titelkartuschen aus. Titelblatt mit den Wappen von St. Gallen, St. Johann, dem Toggenburg und Abt Cölestin Gugger von Staudach (1740–1767) auf p. III. Verzierte Titelkartuschen befinden sich auf p. 1, 36, 43, 122, 202 und 241. Der Sommerteil umfasst das Proprium de tempore von Pfingsten bis zum 16. Sonntag nach Pfingsten (p. 1121), das Proprium de sanctis von Juni bis August (p. 122240), das Commune sanctorum (p. 241269), Offizien für Kirchweih (p. 270273), zu Ehren des hl. Benedikt (an Dienstagen, p. 274279) und der Jungfrau Maria (an Samstagen, p. 280-285), Suffragia sanctorum (p. 286289) und Antiphonen für Wochentage (p. 290297). Die Melodien sind in Hufnagelnotation auf fünf Notenlinien notiert. (sno)

Online seit: 12.12.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1768
Pergament · II + 452 pp. · 55 x 35 cm · Kloster St. Gallen, P. David Schaller · 1614
Antiphonar, Winterteil

Winterteil eines grossformatigen Antiphonars, geschrieben und mit Buchschmuck versehen von P. David Schaller (1581–1636). Der Sommerteil befindet sich in Cod. Sang. 1769. Zu Beginn ein Kalendar für Januar bis April und Dezember (p. 48), anschliessend das Proprium de tempore (p. 9285), das Proprium de sanctis (p. 291377) und das Commune sanctorum (p. 387451). Titelblatt mit ganzseitiger Miniatur, die im oberen Drittel die Lactatio sancti Bernardi darstellt, im unteren Drittel Gallus und Otmar, das Wappen der Fürstabtei St. Gallen unter Abt Bernhard Müller (1594–1630) flankierend. Einige grosse Initialen in Blattgold auf farbigem, mit Ranken verziertem Grund mit Bordüren am Blattrand (p. 9, 63, 109, 244, 291, 345 und 387). Die Melodien sind in Hufnagelnotation auf fünf Notenlinien notiert. (sno)

Online seit: 12.12.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1769
Pergament · 504 pp. · 54 x 37 cm · Kloster St. Gallen, P. David Schaller · 1618
Antiphonar, Sommerteil

Sommerteil eines grossformatigen Antiphonars, geschrieben von P. David Schaller (1581–1636). Der Winterteil befindet sich in Cod. Sang. 1768. Zu Beginn ein Kalendar für April bis November (p. A6), anschliessend das Proprium de tempore (p. 7191), das Proprium de sanctis (p. 195425), das Commune sanctorum (p. 429495) und Antiphonen zur Komplet (p. 497499). Auf angehefteten Papierblättern zwei Responsorien (p. 501, 503). Der Buchschmuck beschränkt sich auf verschnörkelte Lombarden. Die Melodien sind in Hufnagelnotation auf fünf Notenlinien notiert. (sno)

Online seit: 12.12.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1795
Papier · II + 366 pp. · 48 x 35 cm · Kloster St. Gallen, P. Dominikus Feustlin · 1762
Antiphonar, Herbstteil

Herbstteil eines ursprünglich auf zwei Bände angelegten und beim Binden in vier Bände aufgeteilten Antiphonars. Das Antiphonar, dessen weitere Teile in Cod. Sang. 1762, 1763 und 1764 erhalten sind, wurde geschrieben und sehr wahrscheinlich auch mit Buchschmuck versehen von P. Dominikus Feustlin (1713–1782). Sein Stil zeichnet sich durch farbintensive Rahmen aus Tausenden von kleinen Stäbchen um Initialen und Titelkartuschen aus. Verzierte Titelkartuschen befinden sich auf p. 1, 36, 73, 118, 151, 203 und 266. Schlussseite mit Chronogramm (1762) auf p. 360. Der Herbstteil umfasst das Proprium de tempore für Samstage ab Ende August und den 11.–24. Sonntag nach Pfingsten (p. 130), Antiphonen für den 3.–6. Sonntag nach Epiphanie (p. 3136), das Proprium de sanctis  für September bis November (p. 36265), das Commune sanctorum (p. 266305), Offizien für Kirchweih (p. 306311), zu Ehren des hl. Benedikt (an Dienstagen, p. 312319) und der Jungfrau Maria (an Samstagen, p. 319326), Suffragia sanctorum (p. 326331) und Antiphonen für Wochentage (p. 332359). Auf die Schlussseite (p. 360) folgt noch das Fest des Erzengels Raphael (p. 361365). Die Melodien sind in Hufnagelnotation auf fünf Notenlinien notiert. (sno)

Online seit: 12.12.2019

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Zürich, Braginsky Collection, K112
Pergament · 1 f. · 50 x 35.7 cm · Rom · 13. Siwan 5398 (26. Mai 1638)
Ketubba (כתובה)

Die Brautleute Menachem, Sohn des verstorbenen R. Samuel Paliano, und Angelica, Tochter des Moses Paliano, gehörten zu einer der angesehensten und reichsten jüdischen Familien Roms, was auch die Mitgift von 2'500 scudi in bar und das Aufgeld von 500 scudi belegt. Zierliche Rosenranken und –blüten sowie fliegende und sitzende Vögel sind um zwei konzentrisch angeordnete Ovalfelder angeordnet. Das Familienemblem der Paliani (oder Pagliani) steht oberhalb und unterhalb des großen Ovals. Im inneren Oval steht in Goldschrift der Hochzeitsvertrag in Quadratschrift. Das äussere Oval zieren sorgfältige, volle Abschriften der Bücher Hohes Lied, Prediger und Ruth sowie traditionelle Verse und Segensprüche der Bibel. Diese Mikroschrift wird in sich verschlungenen Schriftbändern und labyrinthähnlichen Mustern kunstvoll geformt. Leopard, Adler, Hirsch und Löwe symbolisieren die Tugenden, derer sich die Juden nach Pirke Avot 5:23 im Glauben befleissigen sollen. (flu)

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Zürich, Braginsky Collection, K113
Pergament · 1 f. · 59.1 x 35 cm · Kalkutta · 3. Nissan 5614 (24. April 1854)
Ketubba (כתובה)

Geprägt wird diese indische Ketubba durch Motive, welche die Baghdadi-Juden aus dem Irak nach Indien mitbrachten. Die formelhaften Texte in zwei nebeneinander liegenden Feldern gleichen zum Beispiel islamischen Gebetsnischen. Darunter steht der Vertragsinhalt, der bezeugt, dass Zalich, Sohn des Ezekiel Moses, Rebekka, Tochter des Benjamin Elija Jakob, ehelichte, welche eine Mitgift von 3195 Rupien in Gold- und Silberschmuck, Kleidung und Bettzeug mitbrachte. Mit dem Aufgeld des Bräutigams ergab sich angeblich eine Gesamtsumme von 5’555 Rupien. In einer Bordüre wechseln sich Blumen und Vogel ab und oben halten zwei Tiger ein Inschriftenmedaillon. Die beiden sich zugewandten Fische versinnbildlichen Glück und Fruchtbarkeit für das Brautpaar. Ein kleiner, dritter Fisch dazwischen verweist wohl auf den erhofften Nachwuchs. (flu)

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Zürich, Braginsky Collection, K114
Papier · 1 f. · 36.7 x 51.8 cm · Shanghai · 12. Januar 1947
Ketubba (כתובה)

Das Heiratsversprechen zwischen Wilhelm Goldstein und Paula See in Shanghai wird vor den beiden Zeugen Max Neumann und Gustav Lehmann und Bernhard Cohn, dem Anwalt der „Jüdische[n] Gemeinde. Communal Association of Central European Jews. Shanghai“ in chinesischer Schrift bezeugt. Im Unterschied zu den anderen Hochzeitsverträgen der Braginsky Collection handelt es sich hier nicht um ein jüdisch-religiöses Schriftstück, sondern um ein amtliches Dokument, das das Jawort eines aus den deutschsprachigen Ländern vor der Verfolgung geflüchteten Paares festhält. In Shanghai haben rund 18‘000 Juden den Holocaust überlebt. (flu)

Online seit: 12.12.2019

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Zürich, Zentralbibliothek, Ms. Heid. 51
Pergament · III + 209 + III ff. · 23.6-24 x 16-16.5 cm; 21.3-21.4 x 14-14.4 cm · Aschkenas · Ende des 14. Jahrhunderts – Mitte des 15. Jahrhunderts
Sammelband mit halachischen und kalendarischen Texten

Diese Textsammlung aus dem 14. und 15. Jahrhundert ist ein vademecum für den persönlichen Gebrauch eines Studenten. Es besteht hauptsächlich aus halachischem Material über die rituelle Schlachtung und widerspiegelt die Entscheidungen der wichtigsten rabbinischen Autoritäten aus dem Aschkenas des 13. bis 15. Jahrhunderts. Verstreut über die gesamte Handschrift finden sich auch zahlreiche Traktate und Tabellen über die jüdischen und christlichen Kalender. Sie enthält ausserdem eine Auswahl von liturgischen und mystischen Kommentaren sowie Auszüge aus ethischer, midraschischer und talmudischer Literatur. Die Ränder der Handschrift sind gefüllt mit kleinen Notizen, medizinischen Rezepten und magischen Beschwörungen für verschiedene Anlässe, geschrieben in Hebräisch oder altem Westjiddisch. (iss)

Online seit: 12.12.2019

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