St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1394.20
Handschriftentitel: Schreibersprüche, Federproben, Eintragungen
Entstehungszeit: 9./10. Jh. und später
Beschreibstoff: Pergament
Umfang:
1 Blatt
Format: 26,5 x 17 cm
Schrift und Hände: Karolingische Minuskel, 9. Jahrhundert (mindestens Nr. 3-4) und vielleicht 10. Jh., mehrerer Hände; hebräische Schrift unbekannten Datums
Hauptsprache: lateinisch und hebräisch
Inhaltsangabe:
-
p. 1
Schreibersprüche, Federproben, Eintragungen, darunter (von oben nach unten):
- 1) Quomodo in Fünf-Punkte-Geheimschrift,
- 2) Quomodo qui potens … ,
- 3) Hoc quicumque libro legis aptare condes sub antro … ,
- 4) Haimo precor ne sis piger, ipse sub inde caveto … ,
- 5) Homo precor ne sis piger,
- 6) Rechtsbündiger Eintrag in hebräischer Schrift einer ungeübten, unsicheren, fehlerhaften Hand eines Anfängers. Unter anderem erscheint der fehlerhaft geschriebene Name Abraham.
Albert Bruckner, Scriptoria Medii Aevi Helvetica. Denkmäler schweizerischer Schreibkunst des Mittelalters, Bd. 3, Genf 1938, S. 50, Anm. 1 (mit der falschen Signatur 1395). - p. 2 Sechs Begriffe: Incanata [!], densere, …
Handschriftentitel: Liste von besuchten Vorlesungen der Philosophie
Entstehungszeit: 15. Jh. (Nachtrag Ende 15./ Anfang 16. Jh.).
Beschreibstoff: Pergament
Umfang:
1 Blatt
Format: 22 x 16,5 cm
Schrift und Hände: 2 Hände.
- 1. Hand jüngere gotische Kursive mit Schleifen, 15. Jh.
- 2. Hand Gotico-Humanistica, Ende 15./ Anfang 16. Jh.
Hauptsprache: lateinisch
Inhaltsangabe:
-
p. 3
Liste von besuchten Vorlesungen der Philosophie. Promotus sub venerabilis viri magistri … audivitque lectiones secundum formam subscriptam: 8 Ethicorum a magistro Heinrico de Run (?) / 6 P<hys?>icorum a magistro Petro Mo … chi de Kitzingen / … / 4 Topicorum a magistro Nicolao de Hagenow / 4 Metheororum a magistro Theobaldo de Hagenow / Theoricam planetarum a magistro Nicolao de Hagnow / 6 Euclidem a magistro Cristiano de Hamborch / … / Ethicorum. Cum magistro Burkardo de Rotenburga / De anima. Cum magistro Iohanne de Roschach
Von anderer Hand. Eintrag: Halapanta. Daneben Zeichen (Notariatszeichen?). Darunter , Andria, 1.93-95 (vereinfacht). Nam qui eiusmodi ingeniis conflictatur neque animus commovetur in ea re, tum scias ipsum iam suum habere vitae modum. >Terencius in Andria<. - p. 4 leer, ausser einiger ausgewischter Eintragungen.
Handschriftentitel: Urkunde (päpstliches Breve)
Entstehungszeit: 16./17. Jh.
Beschreibstoff: Pergament
Umfang:
1 Blatt
Format: 4 x 21 cm
Schrift und Hände: Italienische Kanzleischrift
Hauptsprache: lateinisch
Inhaltsangabe:
Handschriftentitel: Urkunde (?)
Entstehungszeit: 16. Jh. (?)
Beschreibstoff: Pergament
Umfang:
1 Blatt
Format: 16,5 x 4,5 cm
Schrift und Hände: Deutsche Kursive
Hauptsprache: deutsch
Handschriftentitel: Anmerkungen von Ildefons von Arx
Entstehungszeit: 1780–1833
Beschreibstoff: Pergament
Umfang:
1 Blatt
Format: 13,5 x 2,5 cm
Hauptsprache: deutsch
Inhaltsangabe:
- p. 9 Anmerkungen von Ildefons von Arx: Anno 885 vel 886. Anno 814. Die erste Jahresangabe bezieht sich wohl auf Cod. Sang. 1394.16, p. 1/2.
- p. 10 leer.
Handschriftentitel: Initiale (einer liturgischen Handschrift)
Entstehungszeit: 15. Jh.
Beschreibstoff: Pergament
Umfang:
1 Blatt
Format: 36,5 x 2 cm
Schrift und Hände: Textualis formata
Buchschmuck: Initiale I (?) mit Gold, Dunkelrot und Blattwerk in Weisstönen
Handschriftentitel: Bericht zum Fund eines alten Gräberfeldes bei Ebringen 1825
Entstehungszeit: 1825
Beschreibstoff: Papier
Umfang:
1 Blatt
Format: 23,5 x 31,5 cm
Seiteneinrichtung:
Einspaltig
Schrift und Hände: Geschrieben von Ildefons von Arx
Inhaltsangabe:
-
p. 13
Bericht von Ildefons von Arx zum Fund eines alten Gräberfeldes («Hünengräber») bei Ebringen im Herbst 1825 durch Heinrich Schreiber. Dabei seien dreissig Gräber ausgehoben worden, in denen Männer mit Schwertern und Dolchen sowie Frauen und Kinder mit Halsschmuck aus Steinchen lagen.
Vgl. Heinrich Schreiber, Die neuentdeckten Hünengräber im Breisgau, Freiburg i.Br. 1826.
Es handelt sich um ein ehemaliges Zwischenblatt (Cod. Sang. 1394, S. 107/108) im Fragmentenband, auf welches Ildefons von Arx diesen Fundbericht notierte und oben mit zwei roten, durch eine Schnur verbundenen Wachsiegeln versah. Bei der Neubindung wurde die obere Hälfte dieses Blattes weggeschnitten. - p. 14 leer.