St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1394.16
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Dr. Philipp Lenz, Stiftsbibliothek St. Gallen, 2026.

Kodikologische Einheit: 1 (p. 1-2)
Handschriftentitel: Urkunde
Entstehungszeit: 24.04.885
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Blatt
Format: 7 x 32 cm
Schrift und Hände: Karolingische Minuskel
Hauptsprache: lateinisch
Inhaltsangabe:
  • p. 1 Urkundentext (unvollständig). Regest: „Abt Bernhard verleiht Reicho den von diesem dem Kloster St. Gallen übertragenen Besitz in Kuchelbach und Birndorf gegen Zins.” 24.04.885.
    Ed. Chartularium Sangallense, Bd. 2 (841–999), bearb. von Peter Erhart unter Mitwirkung von Karl Heidecker, Rafael Wagner und Bernhard Zeller, St. Gallen 2021, Nr. 679 (mit dem zitierten Regest); Chartae Latinae Antiquiores. Facsimile-Edition of the Latin Charters. 2nd Series Ninth Century, Part 111, hg. von Peter Erhart, Bernhard Zeller, Karl Heidecker, Dietikon-Zürich 2018, Nr. 21.
  • p. 2 Rückvermerk (vom Schreiber).
Kodikologische Einheit: 2 (p. 3-4)
Handschriftentitel: Urkundenabschrift
Entstehungszeit: 11./12. Jh.
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Blatt
Format: 29,5 x 35,5 cm
Schrift und Hände: Diplomatische Minuskel
Hauptsprache: lateinisch
Inhaltsangabe:
  • p. 3-4 Urkundentext. Regest: „Bischof Wilhelm von Strassburg weiht die Kirche in Burgheim und verspricht Restitution von Zehnten.” 25.07.1035.
    Ed. Chartularium Sangallense, Bd. 3 (1000–1265), bearb. von Otto P. Clavadetscher, St. Gallen 1983, Nr. 877 (mit dem zitierten Regest).
    • (p. 4) Rückvermerk (13./14. Jh.).
Kodikologische Einheit: 3 (p. 5-6)
Handschriftentitel: Urkundenabschrift
Entstehungszeit: Ende 12. Jh. (1189 oder später) oder Anfang 13. Jh.
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Blatt
Format: 29,5 x 35,5 cm
Schrift und Hände: Diplomatische Minuskel
Hauptsprache: lateinisch
Inhaltsangabe:
  • p. 5 Urkundentext (am Ende unvollständig). Regest: Kaiser Friedrich I. „bestätigt dem Kloster Allerheiligen zu Schaffhausen […] die ihm von den Kaisern Heinrich IV. und Heinrich V. sowie seinem Oheim, König Konrad II. (III.), wie auch von Päpsten verliehene Immunität und eine Reihe namentlich angeführter Besitzungen, darunter auch die dem Kloster in Gegenwart des Kaisers zu Brescia zugesicherte Kirche zu Büsslingen.” 26.04.1189.
    Ed. der vorliegenden, am Schluss fragmentarischen Urkundenabschrift mit gelegentlich anderem Wortlaut als das Original: Codex diplomaticus Alemanniae et Burgundiae Trans-Iuranae intra fines dioecesis Constantiensis, Bd. 2, hg. von Trudpert Neugart, St. Blasien 1795, S. 117–118, Nr. 887.
    Ed. der originalen Urkunde: Urkundenbuch der Stadt und Landschaft Zürich, Bd. 1, bearb. von J. Escher und P. Schweizer, Zürich 1888, Nr. 350.
    Vgl. RI IV,2,4 n. 3251, in : Regesta Imperii Online (mit dem zitierten Regest), abgerufen am 12.02.2026.
  • p. 6 leer.
Provenienz der Handschrift: Nach Neugart (s.o.) war das Fragment von einem liturgischen Buch eines Frauenklosters abgelöst worden (Ex membrana originali, libro liturgico parthenonis cuiusdam detracta). Ildefons von Arx schreibt in seinem Kommentar auf dem Papierblatt vor dem Fragment einzig, dass die Urkunde als Umschlag eines Buchs diente und deshalb unten beschnitten worden war (Cod. Sang. 1394, S. 152). Gemäss den Einstichlöchern dürfte es sich um einen Umschlag eines Koperts mit drei Heftreihen und mit Buchklappe und einer darauf befestigten Schliesse gehandelt haben. Ildefons von Arx muss mit dem Ablösen von Fragmenten aus Einbänden bereits vor Erscheinen der Ausgabe Neugarts 1795 begonnen haben.
Kodikologische Einheit: 4 (p. 7-8)
Handschriftentitel: Brief- oder Urkundenformular (?)
Entstehungszeit: 12. Jh.
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Blatt
Format: 2,5 x 12 cm
Schrift und Hände: Späte karolingische Minuskel
Hauptsprache: lateinisch
Inhaltsangabe:
  • p. 7-8 Text von zwei Brief- oder Urkundenformularen,
    • p. 7: Miraris forsitan quod ex his verbis potissimum sit intelligendum ;
    • p. 8: W. fidelissimo et dilectissimo amico suo P. quondam amicissimus, nunc autem ex parte sui satis fidelis, perfectus amicus se et sua
Kodikologische Einheit: 5 (p. 9-10)
Handschriftentitel: Urkundenabschrift
Entstehungszeit: Wohl 1258
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Blatt
Format: 18 x 14,5 cm
Schrift und Hände: Diplomatische Minuskel
Hauptsprache: lateinisch
Inhaltsangabe:
  • p. 9 Urkundentext (fast vollständig). Regest: „Abt Berchtold von St.Gallen berichtet dem Meister Rudolf von Eschingen über den Stand seines Streites mit dem Bischof von Konstanz um das Kloster Reichenau.” Wohl 1258 (nach 5. Mai 1258)
    Ed. Chartularium Sangallense, Bd. 3 (1000–1265), bearb. von Otto P. Clavadetscher, St. Gallen 1983, Nr. 1589 (mit dem zitierten Regest).
  • p. 10 unten Rückvermerk (von einer etwas jüngeren Hand). Oben Eintrag in früher gotischer Minuskel bzw. Textualis der 2. Hälfte des 13. Jh. mit dem Ende des Canticum canticorum (Ct 8,13-14): Que habitas in ortis super montes aromatum. >Sirasyrim hoc est canticum canticorum. Explicit<. Rechts oben Seitenangabe in roter Tinte von Ildefons von Arx, als das Blatt am Ende einer Handschrift als Spiegelblatt diente: 262.
Kodikologische Einheit: 6 (p. 11-12)
Handschriftentitel: Brief
Entstehungszeit: ca. 1262–1272
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Blatt
Format: 18 x 14,5 cm
Schrift und Hände: Gotische Minuskel
Hauptsprache: lateinisch
Inhaltsangabe:
  • p. 11 Brieftext (fast vollständig). Regest: „Hugo und Werner von Schilteck bitten die Brüder von Falkenstein um Vermittlung im Streit mit dem Scholasticus von St.Gallen.” Ca. 1262–1272.
    Ed. Chartularium Sangallense, Bd. 4 (1266–1299), bearb. von Otto P. Clavadetscher, St. Gallen 1985, Nr. 1906 (mit dem zitierten Regest).
  • p. 12 Adressaten des Briefes (vom Schreiber).