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         <titleStmt>
            <title>Sibyllen Weissagung</title>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>Elektronische Version nach TEI P5.1</edition>
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               <resp>Konvertierung nach TEI: <persName>Marina Bernasconi</persName>
                  <date when="2020-05-07">07.05.2020</date>
               </resp>
               <name>e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland</name>
            </respStmt>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher>e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland</publisher>
            <availability status="restricted" n="cc-by">
               <licence target="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">
                  <p>Creative Commons Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0)</p>
               </licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc xml:id="ubb-O-III-0015_HAN" xml:lang="deu">
               <msIdentifier>
                  <settlement>Basel</settlement>
                  <repository>Universitätsbibliothek</repository>
                  <idno>O III 15</idno>
               </msIdentifier>
               <head>
                  <title>Deutsche Gedichtfragmente</title>
                  <origDate notBefore="1400" notAfter="1449">1. Hälfte 15. Jahrhundert</origDate>
               </head>
               <msContents>
                                <!--<persName role="Annotator" key="pnd_101785321">Sieber, Ludwig</persName>
                  <persName role="Autor" key="pnd_118610422">Schondoch</persName>
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                                <textLang mainLang="ger" otherLangs="">Deutsch</textLang>
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                     <locus from="1r" to="16r">1r-16r</locus>
                     <title>Sibyllen Weissagung</title>
                     <incipit>Got waz ie und ist iemer | und zergat sin wesen niemer &#124; er ist ein anfang und ein ende &#124; alle ding stant in siner hende &#124; er het geschaffen alle ding &#124; die ie wurden und iemer sint &#124; der welt end und ir ursprung | er weis alle ding und sicht &#124; waz ie geschach oder iemer geschicht</incipit>
                     <explicit>Das lúffet dan har wir mit sorgen &#124; an dem XI tage die uf stant &#124; und us den geberen gant &#124; darnach an dem XII dage zů ma &#124; vallen alle sterne von dem himel gar &#124; der bicz da ist lebendig ist hie bliben &#124; an dem XV machet got und lat &#124; ein núwen himel und ertrich &#124; brunet mit einander glich &#124; dise wirdlich gros grûwelich zeichen &#124; mŭgent eim sin hert wol erweichen &#124; Herre gott gib uns vesten glouben &#124; und ein gůt ende AMEN</explicit>
                     <lb/>
                     <note>Es fehlen die 22 ersten und 14 letzten Verse des Basler Drucks, von dem die Handschrift auch in den vorhandenen Versen mehrfach abweicht, sowie der ganze von <bibl><hi rend="small-caps">Vogt</hi> 1877</bibl> unterschiedene dritte Teil. - <bibl><hi rend="small-caps">Wackernagel</hi> 1835</bibl> vermutet Schondoch als Verfasser. - Zur Einordnung in den Überlieferungskontext sowie zu einer detaillierten Besprechung der Textqualität mit zahlreichen Beispielen vgl. <bibl><hi rend="small-caps">Binz</hi> 1939</bibl>. - Zur Überlieferung in anderen Handschriften vgl. Handschriftencensus.</note>
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                     <bibl>Druck: Martin Flach, Basel ca. 1472-75 (hier vorhanden in Mischband FL IV 10)</bibl>
                     <lb/>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Neske</hi> 1985, S. 55f.</bibl>
                  </msItem>
                  <msItem>
                     <locus from="16r">16r</locus>
                     <title>Spruch</title>
                     <quote>Llere kint stete szo wir destu eyn here</quote>
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                     <note>Darunter als Federprobe die Buchstaben des Alphabets von a bis ß.</note>
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                  <msItem>
                     <locus from="16v">16v</locus>
                     <title>Federproben</title>
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                     <note>Verschiedene kleine und grosse Alphabete sowie einzelne Buchstaben.</note>
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                  <msItem>
                     <locus from="17r" to="32v">17r-32v</locus>
                     <author key="pnd_118610422">Schondoch</author>
                     <title>Die Königin von Frankreich</title>
                     <incipit><supplied rend="italic">D</supplied>is geschrifft seit uns waz beschach &#124; das man in hochen eren sach | von Franken rich ein kung gůt &#124; der was vor wandel wol behůt</incipit>
                     <explicit>Die rede lant beliben &#124; gedenken gůter wiben &#124; die sich der schanden hat erwert &#124; wem got dar an hat beschert &#124; dem mag nút misse lingen &#124; an keinen gůten dingen &#124; hiemit drede ein ende hat &#124; almechtig reine <sic>triniat</sic> &#124; hilf uns zů den gnoden din &#124; und schirm uns vor der helle pin amen. &#124; Amen. Dis ist der kúng von Franken &#124; rich</explicit>
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                     <note>Durch unaufmerksame Arbeit des Schreibers (der Schreiberin?) Verlust einzelner Buchstaben und Wörter sowie ganzer Verse; Zerstörung von Reimen. Zur Überlieferung in anderen Handschriften vgl. Handschriftencensus.</note>
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                     <bibl>Druck: <hi rend="small-caps">Meyer/Mooyer</hi> 1833; <hi rend="small-caps">von der Hagen</hi> 1850; <hi rend="small-caps">Heintz</hi> 1908; <hi rend="small-caps">Strippel</hi> 1978</bibl>
                  </msItem>
               </msContents>
               <physDesc>
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                           <p>Papier. Wasserzeichen Bl. <locus from="1r" to="16v">1-16</locus>: <watermark>zwei gekreuzte Schlüssel</watermark> (<bibl><hi rend="small-caps">Briquet</hi> 3856</bibl>); Wasserzeichen Bl. <locus from="17r" to="32v">17-32</locus> durcheinandergemischt: <watermark>Ochse</watermark> (<bibl><hi rend="small-caps">Briquet</hi> 2773</bibl>), <watermark>Anker</watermark> (<bibl><hi rend="small-caps">Briquet</hi> 380</bibl>), <watermark>Ochse mit Augen und Nasenlöchern, zwischen den Hörnern senkrechter, in Stern endigender Strich</watermark> (<bibl><hi rend="small-caps">Briquet</hi> 15046</bibl>) (für mehr Details zu den Wasserzeichen cf. <bibl><hi rend="small-caps">Binz</hi> 1939</bibl>). Stark abgegriffen und beschmutzt, besonders auf Bl. <locus from="1r">1r</locus> und <locus from="32v">32v</locus>, die wohl bis gegen Ende des 19. Jh. eines Umschlags entbehrten. Auf allen Blättern an den Rändern grosse, weit ins Innere reichende Feuchtigkeitsflecken. Am rechten Rand sehr schräg beschnitten. Stellenweise repariert.</p>
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                        <extent>
                           <measure type="leavesCount" n="32">1 Band (32 Blätter)</measure>
                           <measure type="pageDimensions" n="20.5 x 14.5 cm">20,5 x 14,5 cm</measure>
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                        <foliation>Zwei Teile mit je alter Tintenfoliierung von I-XVI; moderne Bleistiftfoliierung von 1-32</foliation>
                        <collation>VIII<locus from="16v" rend="sup">16</locus> + VI<locus from="28v" rend="sup">28</locus> + II<locus from="32v" rend="sup">32</locus>. Die erste Lage entspricht Teil 1, die zweite und dritte Lage ergeben zusammen Teil 2. Am Ende des Bändchens dient ein unfoliierter Unio aus neuerem Papier (Bindung von 1880) als Vorsatz- und Spiegelblatt, dessen Falz überstehend hinter der dritten Lage hindurchgeführt und an der Rückseite der zweiten Lage festgeklebt ist. Gleiches gilt für das vordere Vorsatz- und Spiegelblatt (auf der Vorderseite der zweiten Lage festgeklebt), das Vorsatzblatt ist aber aufgrund der brüchigen Papierqualität abgerissen oder -gebrochen und liegt lose im Band.</collation>
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                           Teil 1: <locus from="1r" to="16v">1r-16v</locus>: Schriftraum <measure type="written">15,5-16 x 7-11,5 cm</measure>, 24-27 Zeilen</layout>
                        <layout columns="1" writtenLines="20 22">
                           Teil 2: <locus from="17r" to="32v">17r-32v</locus>: Schriftraum <measure type="written">14,5-16 x 10 cm</measure>, oben und links mit Tinte begrenzt, 20-22 Zeilen</layout>
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                  <handDesc>
                     <handNote script="other">
                        <p>Teil 1: <locus from="1r" to="16v">1r-16v</locus>: Unregelmässige und flüssige Hand des dritten (?) Jahrzehnts des 15. Jahrhunderts.</p>
                    <p>Teil 2: <locus from="17r" to="32v">17r-32v</locus>: Zwei Hände des dritten (?) Jahrzehnts des 15. Jahrhunderts: 1) Bl. <locus from="17r">17</locus>.<locus from="28r">28</locus>; 2) Bl. <locus from="18r" to="27v">18-27</locus>, <locus from="29r" to="32v">29-32</locus>.</p>
                        <p>Hand 1 sorgfältiger, grösser und stärker, Hand 2 unregelmässig und flüssig.</p>
                     </handNote>
                  </handDesc>
                  <decoDesc>
                     <decoNote>Initialen: <list>
                           <item>
                              Teil 1: <locus from="1r" to="16v">1r-16v</locus>: Zwei Zeilen hohe, etwas verzierte schwarze Initialen am Textanfang und zu Beginn neuer inhaltlicher Einheiten.</item>
                           <item>
                              Teil 2: <locus from="17r" to="32v">17r-32v</locus>: Am Anfang von Abschnitten wurden für den Rubrikator mit Tinte leere Quadrate von 1,5-2cm Seitenlänge eingezeichnet, neben denen die Initialen in kleinen schwarzen Buchstaben vorgeschrieben sind.</item>
                        </list>
                     </decoNote>
                  </decoDesc>
                  <bindingDesc>
                     <binding notBefore="1875" notAfter="1885">
                        <p>Die Faszikel wurden unter <persName role="librarian" key="pnd_101785321">Ludwig Sieber</persName> gegen 1880 in blaue Pappe gebunden; <locus from="Vorderseite">Deckel</locus> mit braun gesprenkeltem Papier überzogen. Die starke, gelegentlich mit etwas Textverlust verbundene Beschneidung des rechten Randes fällt einem älteren Buchbinder zur Last. Auf dem <locus from="Buchrücken">Rücken</locus> weisse Signatur- und Titelschilder, von Sieber überschrieben: <quote>Altdeutsche Gedichte</quote>. Auf dem <locus from="V1v">Vorsatzblatt</locus> Inhaltsangabe mit Literaturverweisen von Ludwig Siebers Hand.</p>
                     </binding>
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               </physDesc>
               <history>
                  <origin>
                     <p>Die sprachliche Heimat des ersten Fragments ist am fränkischen Oberrhein zu verorten. Für eine detaillierte Besprechung vgl. <bibl><hi rend="small-caps">Binz</hi> 1939, S. 9</bibl>.</p>
                     <p>Der alemannische (oberrheinische?) Charakter von Schondochs Sprache ist im Ganzen auch in unserer Handschrift bewahrt; einige Besonderheiten unalemannischer Art wie "wusc" statt "wunsch", "reit" statt "riet", "plag" statt "pflac" verraten vielleicht etwas nördlichere Herkunft der Schreiber (Niederelsässer? Pfälzer?).</p>
                  </origin>
                  <provenance>
                     <p>Aus dem Museum Remigius Faesch; nicht in dessen eigenem Katalog. In Daniel Hubers Verzeichnis der Faeschischen Handschriften (<ref type="crossRef" target="https://www.e-manuscripta.ch/bau/content/pageview/314038">AR I 16, 5r</ref>) als Quarto Nr. 48 und bei <bibl><hi rend="small-caps">Hänel</hi> Sp. 658b</bibl> unter dem Titel "Verschiedene alte deutsche Gedichte, chart." verzeichnet.</p>
                  </provenance>
                  <acquisition>
                     <p>Eigent.: <orgName>Öffentliche Bibliothek der Universität Basel</orgName>
                     </p>
                  </acquisition>
               </history>
               <additional>
                  <adminInfo>
                     <recordHist>
                        <source>
                           <bibl type="not_for_e-codices">Aus: HAN. Verbundkatalog Handschriften - Archive - Nachlässe, <date>2018</date>.</bibl>
                        </source>
                     </recordHist>
                  </adminInfo>
                  <listBibl>
                     <listBibl>
                        <head>Bibliograph. Nachweise</head>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Wackernagel</hi>, Wilhelm. - Die altdeutschen Handschriften der Basler Universitätsbibliothek. - Basel, 1835, S. 54-56</bibl>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Binz</hi>, Gustav. - Ungedruckte Beschreibung, 11.8.1939 (zugänglich im Sonderlesesaal)</bibl>
                     </listBibl>
                     <listBibl>
                        <head>Literatur</head>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Meyer</hi>, Nicolaus, und <hi rend="small-caps">Mooyer</hi>, Ernst Friedrich (Hg.). - Altdeutsche Dichtungen. - Quedlinburg/Leipzig, 1833, S. 53-62 (Abdruck nach Bremen, Staats- und Universitätsbibl., msb 0042-02) (betr. 17r-32v)</bibl>
                        <bibl><hi rend="small-caps">von der Hagen</hi>, Friedrich Heinrich (Hg.). - Gesammtabenteuer. Hundert altdeutsche Erzählungen, Bd. I. - Stuttgart/Tübingen, 1850 (Nachdruck Darmstadt, 1961), S. 169-188 und 521-533 (betr. 17r-32v)</bibl>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Vogt</hi>, Friedrich. - Über Sibyllen Weissagung, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 4 (1877), S. 48-100, hier S. 50</bibl>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Rassek</hi>, Curt. - Der Littauer und die Königin von Frankreich, zwei Gedichte von Schondoch. - Diss. Breslau, 1899, S. 10 (betr. 17r-32v)</bibl>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Schröder</hi>, Edward; <hi rend="small-caps">Zedler</hi>, Gottfried; <hi rend="small-caps">Wallau</hi>, Heinrich. - Das Mainzer Fragment vom Weltgericht: der älteste Druck mit der Donat-Kalender-Type Gutenberg (Veröffentlichungen der Gutenberg-Gesellschaft, 3). - Mainz, 1904, S. 1-9</bibl>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Heintz</hi>, Heinrich. - Schondochs Gedichte untersucht und herausgegeben von H. H. (Germanistische Abhandlungen 30). - Breslau, 1908</bibl>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Zedler</hi>, Gottfried. - Die Sibyllenweissagung. Eine in Thüringen entstandene Dichtung aus dem Jahre 1361, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 61 (1936), S. 136-166 und 274-288, hier S. 146f. (betr. 1r-16r)</bibl>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Mihm</hi>, Arend. - Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter (Germanische Bibliothek, 3. Reihe). - Heidelberg, 1967, S. 20 und 129</bibl>
                        <bibl>
                           <hi rend="small-caps">Lemmer</hi>, Manfred. - Deutschsprachige Erzähler des Mittelalters, aus dem Mittelhochdeutschen übertragen und herausgegeben von M.L. (Sammlung Dieterich 370). - Leipzig, 1977, S. 370-383 (betr. 17r-32v)</bibl>
                        <bibl>
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