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            <title>Chronik des Klosters St. Gallen</title>
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            <edition>Elektronische Version nach TEI P5.1</edition>
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               <resp>Konvertierung nach TEI: <persName>Roberta Padlina</persName>
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            <publisher>e-codices - Virtual Manuscript Library of Switzerland</publisher>
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                  <p>Creative Commons Attribution 3.0 Unported (CC BY 3.0)</p>
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                  <title>Chronik des Klosters St. Gallen</title>
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                  <origDate notBefore="1630" notAfter="1680">nach 1630</origDate>
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                     <locus from="1r">Bl. 1r:</locus>
                     <note>Der angegebene Titel:</note>
                     <title>Von Ehrbauwung Auff und Zunemmen eines Fürstlichen Gottshauses Sant Gallen. Samptt was sich zu in des Herrn unnd Abbts Re<supplied>g</supplied>i<supplied>e</supplied>rung zeyten zu getragen. Alles auss den besten unnd berumptisten Annalibus und Historien: sonderlich aber auss des wolehrwurdigen hochgelerten herren Jodoci Metzleri I.V.D. schrifften gezogen</title>
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                     <note>Darunter:</note>
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                     <decoNote>Blaukolorierte Federzeichnung mit den Kirchenpatronen von <placeName>St. Gallen</placeName>, dem heiligen <persName>Gallus</persName> (heraldisch rechts) und dem heiligen <persName>Othmar</persName> (heraldisch links). Dazwischen das Abtswappen mit dem Bär, darüber die Mitra mit eingelegtem Abtsstab. Beide Heiligen tragen den Abtsstab. Der heilige <persName>Gallus</persName> ist mit einem kleinen Bären dargestellt, der auf der linken Schulter einen Holzklotz trägt. <persName>Gallus</persName> streckt ihm ein Stück Brot entgegen. Diese Darstellung soll an die Legende erinnern, nach der der heilige <persName>Gallus</persName> einen wilden Bären dazu gebracht haben soll, ihm Brennholz und Holzbalken für den Bau einer Einsiedelei herbeizutragen. Dafür soll er ihm Brot gegeben haben. Der heilige <persName>Othmar</persName> trägt ein Weinfässchen. Dies ist eine Anspielung auf die Lebensbeschreibung seines Biographen <persName>Walafrid Strabo</persName>, der berichtet, dass man Othmars Leichnam zehn Jahre nach seinem Tod in Gefangenschaft auf der Insel Werd unverwest vorgefunden habe. Die Brüder, die damit beauftragt worden waren, den Leichnam nach <placeName>St. Gallen</placeName> zu überführen, hätten als Wegzehrung ein Weinfässchen bei sich gehabt, das jedoch auf dem Hin- und Rückweg immer gefüllt blieb, obwohl sie daraus tranken.</decoNote>
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                     <locus from="1v">Bl. 1v:</locus>
                     <note>Geographische Beschreibung der Stelle, an der die nachmalige Abtei und Stadt <placeName>St. Gallen</placeName> gegründet wurde und ihr Verhältnis zur geographischen Lage des <placeName>Thurgaus</placeName>.</note>
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                     <locus from="2r" to="47r">Bl. 2r - 47r:</locus>
                     <note>Aufzählung der Äbte des <placeName>Klosters St. Gallen</placeName> in chronologischer Reihenfolge vom heiligen <persName role="abbot">Gallus</persName> bis zu <persName role="abbot">Bernhard II.</persName>, der am <date>18. Dezember 1630</date> verstarb. Insgesamt sind 66 Äbte erwähnt. <persName role="author" key="pnd_104349468">Murers</persName> Chronik ist nicht fertiggestellt worden; das zeigt sich daran, dass der Platz für die Wappen der einzelnen Äbte zwar ausgespart ist, diese aber fehlen.</note>
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                     <locus from="47v" to="48v">Bl. 47v - 48v:</locus>
                     <note>leer.</note>
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                     <locus from="1ar" to="1lv">Einlageblätter zwischen Bl. 1v und 2r:</locus>
                     <msItem><note>Die ersten <locus from="1ar" to="1cv">drei Blätter</locus> stellen einen Teil der anonymen Fortsetzung der „<rs type="title">Casus Sancti Galli</rs>“ von unbekannter Hand dar, und zwar die Lebensbeschreibung von <persName role="abbot">Abt Ulrich III.</persName> (<date>1077 - 1121</date>) und <persName role="abbot">Abt Werinher</persName> (<date>1133-1167?</date>), und Notizen zu <persName>Graf Rudolf von Pfullendorf</persName> (gest. <date>1128</date>). Die Autorschaft wird von einer weiteren Hand einem unbekannten St. Galler Mönch namens <persName>Burckhard</persName> zugeschrieben. Dieser Name als Bezeichnung für einen Verfasser der anonymen Fortsetzung der „Casus Sancti Galli“ kommt als späterer Zusatz „<rs type="title">Chronicon Burchardi</rs>“ auch in der <ref type="mss" cRef="csg-0615">Handschrift 615 der Stiftsbibliothek St. Gallen</ref> vor. In der 3. Aufl. der <bibl>„<rs type="title">Rerum Alamannicarum Scriptores aliquot vetusti</rs>“, Frankfurt 1730, von Melchior <hi rend="small-caps">Goldast</hi></bibl>  wird die „<rs type="title">Continuatio Casuum Sancti Galli</rs>“ mit „<rs type="title">Burkhardi monachi S. Galli</rs>“ betitelt. In der 1. Aufl. von <date>1606</date> gibt Goldast an, er habe den Namen „Burkhardus“ in einem Exemplar Vadians gelesen.</note>
                     </msItem>
                     <msItem><note>Weitere <locus from="1dr" to="1fv">drei Blätter</locus> enthalten zusätzliche Bemerkungen zur Geschichte des Klosters <placeName>St. Gallen</placeName>. Der Text wird abgeschlossen mit einer Grussformel „<quote>A<supplied>d</supplied> T<supplied>e</supplied>
                        <unclear>Amatissime</unclear> in Christo F. Iodocus Metzlerus</quote>“. Damit wird der vorangehende Text dem St. Galler Konventualen und Stiftsbibliothekar <persName role="librarian" key="pnd_1069584185">Jodocus Metzler</persName> zugeschrieben, der auch zahlreiche historiographische Schriften über das <placeName>Kloster St. Gallen</placeName> verfasst hat. Im Text kommt die Ich-Form vor. Dies könnte darauf hindeuten, dass er tatsächlich von <persName>Jodocus Metzler</persName> stammt. Die Frage, ob es sich beim Schreiber des Textes und der Grussformel um ein und dieselbe Person handelt, ob der Bericht von Metzler eigenhändig geschrieben wurde und ob auch die Grussformel von seiner Hand stammt, kann nicht eindeutig beantwortet werden.</note>
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                  <msItem>
                     <note>Die restlichen <locus from="1gr" to="1lv">sechs kleineren Blätter</locus> stammen von der Hand <persName role="author" key="pnd_104349468">Heinrich Murers</persName> und enthalten eine Auflistung von Päpsten, Bischöfen, Kaisern, Königen, Herzögen, Grafen und Baronen Des weiteren sind die <locus from="1jr">kolorierten Familienwappen</locus> der St. Galler Äbte <persName role="abbot">Ulrich III.</persName> (<date>1077-1121</date>), <persName role="abbot">Mangold von Mammern</persName> (<date>1121-1133</date>) und <persName role="abbot">Ulrich VIII.</persName> oder <persName role="abbot">Ulrich Rösch</persName> (<date>1463-1491</date>) dargestellt. Auf der <locus from="1jr-2">Rückseite</locus> sind die zwei noch unkolorierten Familienwappen der St. Galler Äbte <persName role="abbot">Kuno von Stoffeln</persName> (<date>1379-1411</date>) und <persName role="abbot">Heinrich von Mansdorf</persName> (<date>1419-1426</date>) zu erkennen. Die <locus from="1kr">Liste</locus> am Schluss enthält ein Verzeichnis von Adelsgeschlechtern und Adelssitzen der Ostschweiz, darunter einige Ministerialgeschlechter des <placeName>Klosters St. Gallen</placeName>.</note>
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                     <note>Bemerkungen zu Autor und Werk:</note><lb/>  
                     <p><persName role="author" key="pnd_104349468">Heinrich Murer</persName> stützt sich nach eigenen Angaben unter anderem auf die Schriften des bereits erwähnten St. Galler Konventualen, Rechtsgelehrten und Stiftsbibliothekars <persName role="librarian" key="pnd_1069584185">Jodocus Metzler</persName> (<date>1574-1639</date>). Es kommen dafür mehrere Titel in Betracht, die alle bei Henggeler aufgelistet sind. Einer davon ist das „<rs type="title">Chronicon S. Galli</rs>“, das mit andern Chroniken zusammengebunden ist. Diese St. Galler Chronik reicht von der Gründung der Einsiedelei durch Gallus (<date>613</date>) bis <date>1633</date>. Ein weiterer Titel ist eine Chronik von <date>1604</date> mit dem Titel „<hi rend="italic">Inclyti apud Alemannos divi Galli Coenobij rerum ab Anno nongentis nonaginta gestarum Libri VIII authore Jodoco Metzler</hi>“. Sie reicht bis zum Regierungsantritt <persName role="abbot">Bernhards II.</persName> (<date>1594</date>). Ausserdem hat Metzler zwei Schriften über bedeutende St. Galler Mönche verfasst.</p></origin>
                  <provenance>Diese Handschrift <persName role="author" key="pnd_104349468">Murers</persName> mit der Chronik des Klosters St. Gallen ist wie die anderen Chroniken, die für das „Theatrum Ecclesiasticum Helvetiorum“ vorgesehen waren, in der <placeName>Kartause Ittingen</placeName> entstanden. Vermutlich ist sie erst nach der Aufhebung der thurgauischen Klöster im Jahre <date>1848</date>ff. in die Kantonsbibliothek Thurgau gelangt, wo sie wahrscheinlich auch gebunden wurde.</provenance>
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                           <bibl type="not_for_e-codices">Beschreibung von Marianne Luginbühl und Heinz Bothien, Kantonsbibliothek Thurgau, Frauenfeld, <date>2009</date>.</bibl>
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                     </recordHist>
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                     <head>Literaturverzeichnis: (chronologisch)</head>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Goldast</hi>, Melchior: Rerum Alamannicarum Scriptores aliquot vetusti / Melchior <hi rend="small-caps">Goldast</hi>. 3. Aufl. / hrsg. von H. Chr. Senckenberg. Frankfurt 1730.</bibl>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Meyer von Knonau</hi>, Gerold: Heinrich Murer, in: <abbr>ADB</abbr> 23 (1886), S. 60.</bibl>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Meier</hi>, Gabriel: Der Karthäuser Heinrich Murer und seine Schriften / Gabriel <hi rend="small-caps">Meier</hi>. Stans 1900 (SA: Der Geschichtsfreund ; Bd. 55, S. 3-38).</bibl>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Henggeler</hi>, Rudolf: Professbuch der fürstl. Benediktinerabtei der Heiligen Gallus und Otmar zu St. Gallen / von Rudolf <hi rend="small-caps">Henggeler</hi>. Zug 1930.</bibl>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Url</hi>, Eberhard: Das mittelalterliche Geschichtswerk „Casus sancti Galli“. Eine Bestandesaufnahme / Eberhard <hi rend="small-caps">Url</hi>, in: Neujahrsblatt / hrsg. vom Historischen Verein des Kantons St. Gallen; 109 (1969), S. 3-58.</bibl>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Tiefenthaler</hi>, Eberhard: P. Jodocus Metzler: Rechtsgelehrter, Chronist und Bibliothekar in St. Gallen / von Eberhard <hi rend="small-caps">Tiefenthaler</hi>, in: Biblos 29 (1980), S. 193-220.</bibl>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Duft</hi>, Johannes: Artikel „St. Gallen“ / von Johannes <hi rend="small-caps">Duft</hi>, Anton <hi rend="small-caps">Gössi</hi> und Werner <hi rend="small-caps">Vogler</hi>, in: Frühe Klöster, die Benediktiner und die Benediktinerinnen in der Schweiz. Bern 1986. (Helvetia Sacra; Abt. III, Bd. 1, Teil 2, S. 1180-1369).</bibl>
                     <bibl><hi rend="small-caps">Leuppi</hi>, Heidi: Casuum Sancti Galli Continuatio Anonyma. Textedition und Übersetzung / Heidi <hi rend="small-caps">Leuppi</hi>. Zürich 1987. Diss. phil. 1 Zürich 1987.</bibl>
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