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Teilprojekt: Die schönsten Seiten der Schweiz

März 2020 - November 2020

Status: Laufend

Beschreibung des Teilprojekts: Die zwei Ausstelllungen feiern das 15-jährige Jubiläum des Projekts e-codices, die Schweizer Plattform für Handschriftendigitalisierung. Beide Sammlungen zeigen zu dieser Gelegenheit die schönsten Seiten ihrer eigenen Bestände sowie eine Auswahl hochwertiger Leihgaben aus anderen Sammlungen, die ebenfalls Partner des Projekts e-codices sind.

Alle Bibliotheken und Sammlungen

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Aarau, Aargauer Kantonsbibliothek, ZF 18
Papier · 334 ff. · 40 x 29-29.5 cm · Bremgarten · [1514-1532]
Werner Schodoler, Eidgenössische Chronik, Bd. 3

Die Eidgenössische Chronik von Werner Schodoler (1490-1541) ist die jüngste der illustrierten Schweizer Chroniken des Spätmittelalters. Ihre Niederschrift wurde aus privater Initiative zwischen 1510 und 1535 unternommen und hat v.a. die Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling und die Kronica von Petermann Etterlin zur Vorlage. Dieser Band, der dritte und letzte Band der Chronik, enthält die Ereignisse der Burgunderkriege und des Schwabenkriegs und endet mit den italienischen Kriegszügen, unter anderem der Schlacht von Marignano vom 13. und 14. September 1515, an welcher der Autor vermutlich selbst teilgenommen hatte. Der Band ist mit 196 unkolorierten Federzeichnungen von einem anonymen Künstler illustriert. Die drei Bände befinden sich heute in unterschiedlichen Bibliotheken: der erste Band in der Leopold-Sophien-Bibliothek in Überlingen, der zweite im Stadtarchiv Bremgarten und der dritte in der Aargauer Kantonsbibliothek. (ber)

Online seit: 20.12.2012

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Basel, Universitätsbibliothek, F II 20
Pergament · 152 ff. · 24.5-25 x 17.5-18 cm · 13. Jh.
Aristoteles, De animalibus libri XIX

Seit dem 9. Jh. lag Aristoteles’ Historia animalium, eine ordnende Beschreibung verschiedener Lebewesen, in einer arabischen Übersetzung vor, welche Michael Scotus um 1220 ins Lateinische übertrug. Der Initialschmuck der vorliegenden Handschrift, welche Johannes Heynlin in Paris gekauft und der Basler Kartause vermacht hatte, ist reich an Drôlerien. Im ganzen Band finden sich Anmerkungen von verschiedenen Händen. (flr)

Online seit: 14.12.2017

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Basel, Universitätsbibliothek, O I 18
Papier · 83 ff. · 29 x 20.5-21 cm · Basel · 1471
Thüring von Ringoltingen, Geschichte von der schönen Melusina

Nikolaus Meyer zum Pfeil, Ratsschreiber von Basel, besass bereits im 15. Jahrhundert eine grössere Sammlung von Frühdrucken vorwiegend deutscher Unterhaltungsliteratur und schrieb selbst mehrere Handschriften, so im Jahr 1471 die Melusine des Thüring von Ringoltingen. Die Papierhandschrift enthält 38 kolorierte Federzeichnungen, welche offenbar von zwei verschiedenen Malern stammen. Aufgrund von Blattverlusten weist der Text heute Lücken auf; ob auch Illustrationen verloren gingen, lässt sich nicht mehr klären. (flr)

Online seit: 14.12.2017

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 218
Pergament · 103 ff. · 29.5 x 21 cm · Frankreich: Ile-de-France (Sens?) · 1371
Guillaume de Machaut, Oeuvres

Guillaume de Machaut gehört zu den bedeutendsten Dichtern und Komponisten des französichen Mittelalters. Sein Werk ist in der Burgerbibliothek Bern durch eine von der Ausstattung her erstklassige Handschrift vertreten: So sind die 13 spaltenbreiten Miniaturen wie auch zahlreiche der Initialen polychrom und mit Blattgold verziert. Für die Musikgeschichte wichtig ist die durch ein Schreiberkolophon datierbare Handschrift ferner wegen der Noten, die einigen der Lieder beigeben sind. (mit)

Online seit: 20.12.2012

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. 219
Pergament · 2 + 77 + 2 ff. · 30.5 x 23 cm · Frankreich: Fleury; Reims? · 699
Eusebius-Hieronymus: Chronicon

Die Handschrift enthält den zweiten Teil der Chronik des Eusebius in der lateinischen Übersetzung und Fortsetzung des Hieronymus. Die eigentlich doppelseitig angelegten Tafeln sind meistens auf eine Seite zusammengedrängt. Erstklassig ist der Buchschmuck als Zeugnis vorkarolingischer Handschriftenillustration des Frankenreiches und Oberitaliens. Aus den detaillierten Abgaben des Titelblattes ergibt sich das Abfasungsdatum 699; die Berner Eusebius Chronik ist damit die älteste datierte Handschrift der Schweiz. (mit)

Online seit: 23.09.2014

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Bern, Burgerbibliothek, Cod. AA 91
Papier · 181 ff. · 31 x 21.5 cm · 1467
Wolfram von Eschenbach: Parzival, dt.

Beim sogenannten „Berner Parzival“ handelt es sich um den letzten datierten handschriftlichen Textzeugen des zwischen 1200 und 1210 entstandenen Gralromans Wolframs von Eschenbach, der überdies mit Illustrationen versehen ist. Die Handschrift wurde vermutlich 1467 vom Berner Kaufmann Jörg Friburger beim Schreiber Johann Stemhein von Konstanz in Auftrag gegeben. Dieser hat den Text seiner Vorlage stilistisch und redaktionell für den Geschmack eines spätmittelalterlichen Stadtpublikums modernisiert. Zudem liefert er Anweisungen für Illustrationen, die ein Maler mit 28 kolorierten Federzeichnungen in einem wenig späteren Arbeitsgang ausgeführt hat. Die weitere Geschichte der heute 180 Blätter umfassenden Handschrift ist unbekannt; sie muss jedoch in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts in die Berner Stadtbibliothek gelangt sein, in deren Besitz sie spätestens 1816 nachgewiesen ist. (mit)

Online seit: 26.09.2017

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Bern, Burgerbibliothek, Mss.h.h.I.1
Pergament · 235 pp. · 40–40.5 x 28–28.5 cm · Bern · 1478-1483
Diebold Schilling, Amtliche Berner Chronik, Bd. 1

Die Amtliche Berner Chronik wurde 1474 vom Rat der Stadt Bern in Auftrag gegeben. Rund zehn Jahre später konnte Diebold Schilling das dreibändige, mit kolorierten Titelblättern, Initialen und über 600 grossen Illustrationen geschmückte Werk dem Rat überreichen. Der erste Band enthält die Berner Frühgeschichte von der Stadtgründung bis ins Jahr 1421, nach der älteren Chronik des Konrad Justinger, in der Fassung von Bendicht Tschachtlan. In der Folgezeit wurde das Werk fast drei Jahrhunderte lang in der Berner Kanzlei aufbewahrt, welche die Bände 1762 der Stadtbibliothek schenkte. (mit)

Online seit: 20.12.2012

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 7
Pergament · 59 ff. · 20.8 x 14.2 cm · Italien, Neapel · 15. Jahrhundert
Genus Arati

Die lateinische Handschrift mit astronomischem Inhalt enthält Werke von Germanicus, Plinius dem Älteren und Hyginus. Der Codex weist zahlreiche Tuschzeichnungen auf, darunter eine Planisphäre aus fünf goldenen, konzentrischen Kreisen, die als Personen oder Tiere abgebildete Sternbilder enthalten. Die ins 15. Jahrhundert zu datierenden Zeichnungen werden Antonio di Mario im neapolitanischen Umland zugeschrieben. (fmb)

Online seit: 31.07.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 10
Pergament · 251 ff. · 26.6 x 19.3 cm · Frankreich · 13. Jahrhundert
Aristoteles, Opera; Avicenna, De congelatione seu De mineralibus; Nicolaus Damasceus, De plantis; Costa-Ben-Luca, De differentia spiritus et animae; Alexander Aphrodisiensis, Opera

Die wahrscheinlich für den didaktischen Gebrauch vorgesehene Handschrift CB 10 enthält Werke von Aristoteles, Avicenna, Nicolaus Damascenus, Qusta Ibn-Luqa und Alexander Aphrodisiensis. Diese auf Pergament des 13. Jahrhunderts geschriebene Handschrift gehörte vermutlich einem Studenten der Artesfakultät in Leipzig, wie sich aus einer im Codex enthaltenen Liste besuchter Vorlesungen aus dem Jahr 1439 schliessen lässt. Die Liste enthält ferner Namen der Professoren, Titel der behandelten Texte, Gehälter der Lehrer sowie Anfangs- und Enddaten der Vorlesungen. (fmb)

Online seit: 20.12.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 14
Pergament · 263 ff. · 43.5 x 27.2 cm · Italien, Bologna (?) · 14. Jahrhundert
Hazo Bononiensis . Hugolinus Bononiensis . Iohannes Bassianus . Placentinus

Diese lateinische Pergamenthandschrift des 14. Jahrhunderts enthält einen umfassenden Kommentar von Bologneser Juristen zum Corpus Iuris Civils, so u.a. zum Codex Iustinianus oder den Digesten. (fmb)

Online seit: 31.07.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 39
Pergament · 95 ff. · 26.5 x 17.2 cm · Italien · 1467
Giovanni Boccaccio, Elegia di madonna Fiammetta

Die Elegia di madonna Fiammetta, die den “verliebten Frauen” gewidmet ist, nennt die Gefühle der jungen Neapolitanerin Fiammetta in der ersten Person. Sie wurde von ihrem Geliebten Panfilo verlassen. Die Elegie, ein Prosawerk aus der Jugend Boccaccios, das für seine Feinheit und seinen psychologischen Ansatz gerühmt wurde, mischt autobiographische Elemente und offensichtliche Bezüge zur lateinischen Literatur. Sie wird in einem Manuskript, das 1467 von Giovanni Cardello da Imola abgeschrieben wurde, aufbewahrt, dessen regelmässige Kalligraphie von einer Verzierung mit bianchi girari hervorgehoben wird. (mes)

Online seit: 21.12.2009

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 41
Pergament · I + 48 + I ff. · 24 x 17.8 cm · Norditalien (Bologna?) · 2. Hälfte des 14. Jahrhundert
Boethius, De consolatione Philosophiae

Das De consolatione Philosophiae von Boethius kannte während des Mittelalters einen ununterbrochenen Erfolg. Die vorliegende Handschrift aus dem 14. Jahrhundert bietet eine vollständige Kopie des lateinischen Textes mit einigen Interlinearglossen dar. Der Buchschmuck besteht aus einer historisierten Initiale mit kurzer Blattranke, die den Autor, auf sein Buch weisend, von vorne bis zur Körpermitte zeigt (f. 1), sowie aus sehr schönen verzierten Initialen, die zu Beginn der verschiedenen Bücher der Consolatione platziert wurden (f. 8, 17, 30 und 41). Ihr Stil weist darauf hin, dass die Handschrift in Norditalien, vielleicht Bologna, hergestellt wurde. (rou)

Online seit: 12.12.2019

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 49
Pergament · 150 ff. · 28 x 20 cm · Frankreich · um 1460
Christine von Pisan, Epitre d'Othea

Die Handschrift, die 1460 durch den bibliophilen Anton von Bourgogne in Auftrag gegeben wurde, enthält das Epître d’Othea von Christine de Pisan und ist mit rund hundert grossartigen Miniaturen verziert (vollständiger Bilderzyklus). Eine davon enthält die Dedikation des Werkes und zeigt vier Gestalten, die sich als Philipp der Gute, Karl der Kühne und die Bastarde David und Anton von Burgund identifizieren lassen. (fmb)

Online seit: 25.07.2006

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 52
Pergament · II + 166 ff. · 19.9 x 14.7 cm · vermutlich Frankreich · Anfang des 12. Jahrhunderts
Cicero, De Inventione

Während Cicero heute vor allem als Philosoph und Politiker wahrgenommen wird, galt er im Mittelalter in erster Linie als Lehrer der Redekunst. Davon zeugt CB 52, eine wohl aus Frankreich stammende Abschrift von «De inventione» und dem lange Cicero zugeschriebenen Werk «Rhetorica ad Herennium». Die Handschrift wird ins beginnende 12. Jahrhundert datiert. (fmb)

Online seit: 25.03.2009

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 53
Pergament · 168 ff. · 40 x 29 cm · Burgund · ca. 1470-1475
Quintus Curtius Rufus, Faits et gestes d’Alexandre

Die französische Übersetzung der Geschichte von Alexander, die dem zukünftigen Karl dem Kühnen bestimmt war, wurde von Vasco da Lucena, „Portugalois“, bestellt. Er diente der Infantin Isabelle, welche mit Philipp dem Guten verheiratet war. Der Rückgriff auf Quintus Curtius Rufus, ergänzt durch Texte von Plutarch, Valerius Maximus, Aulus Gellius oder Justin, erlaubt dem Autor, den mazedonischen Eroberer von aus der mittelalterlichen Überlieferung geerbten Legenden zu befreien. Wie ein Miroir des princes, der einen Held als Modell zeigt, ist dieser Text im Rahmen der humanistischen Bewegung entstanden, welche sich gegen Ende des Mittelalters im Umkreis der Herzöge von Burgund bildeten. Der CB 53 ist im Burgund nur einige Jahre nach der Verfassung des Textes abgeschrieben worden; er ist mit Miniaturen verziert, die im Kreis des Meisters von Margareta von York (ca. 1470-1475) entstanden. (mes)

Online seit: 21.12.2009

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 61
Pergament · I + 108 + I ff. · 24.5 x 16.5 cm · Niederlande · ca. 1400-1405
Eike von Repgow: Sachsenspiegel

Der Sachsenspiegel Eike von Repgows ist eines der ältesten Rechtsbücher in deutscher Sprache. Die Pergamenthandschrift CB 61 wurde Anfang des 15. Jahrhunderts abgeschrieben und enthält Land- und Lehnrecht. (fmb)

Online seit: 31.07.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 75
Pergament · 282 ff. · 46.3 x 29.2 cm · Bologne · 13.-14. Jahrhundert oder zu Beginn des 14. Jahrhunderts
Gratianus, Decretum (cum glossa ordinaria)

Diese Handschrift juristischen Inhalts des 13. oder beginnenden 14. Jahrhunderts zeigt die grosse Beachtung, welche im Mittelalter dem Decretum Gratiani geschenkt wurde. Der Text ist eingerahmt durch die Glossa Ordinaria des Johannes Teutonicus, in der ersten Überarbeitung des Bartholomäus von Brescia (vor 1245). Die Handschrift weist zahlreiche historisierte Initalen auf. (fmb)

Online seit: 31.07.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 78
Pergament · 88 ff. · 32.5 x 23 cm · Italien, Venedig · 14. Jahrhundert (um 1370?)
Guido de Columnis, Historia destructionis Troiae

Die Pergamenthandschrift des 14. Jahrhunderts überliefert die Historia destructionis Troiae von Guido de Columnis. Die 187 Miniaturen wurden von Giustino da Forlì ausgeführt und zeigen die wichtigsten Ereignisse des Trojanischen Krieges vor dem Hintergrund gotischer Architektur in Venedig. An den Rändern in der Handschrift finden sich schriftliche Spuren der Zusammenarbeit von Kopist und Illuminator: in venezianischem Dialekt notierte der Schreiber das für die Miniaturen vorgesehene Bildprogramm, welches der Illuminator dann getreulich umsetzte. (fmb)

Online seit: 31.07.2007

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 79
Pergament · IV + 137 + III ff. · 26.3 x 17.6 cm · 1308
Guillaume de Lorris und Jean de Meun, Roman de la Rose

Guillaume de Lorris und Jean de Meung sind die Autoren des Roman de la Rose, eines der Meisterwerke der höfischen Literatur des Mittelalters. In einem traumhaften und allegorischen Rahmen versucht der Geliebte, in einen geschlossenen Garten einzudringen, welcher eine Rose verbirgt – das Bildnis seiner Geliebten. Der zweite Teil, der von Jean de Meung geschrieben wurde, bietet eine philosophischere und moralisierendere Lektüre. Diese Handschrift, welche im 14. Jahrhundert auf Pergament abgeschrieben wurde, enthält mehrere goldene und mit Gold hervorgehobene Darstellungen und Rahmen, so wie Initialen mit blauen und roten Verlängerungen. (jos)

Online seit: 02.06.2010

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 86
Papier · 13 ff. · 30.2 x 20.5 cm · Italien, möglicherweise Neapel · 14. Jahrhundert
Ilias latina

Diese Ilias Latina, welche im 14. Jahrhundert auf Papier abgeschrieben wurde, ist eine lateinische Adaptation des grossen Epos von Homer, einer der Grundtexte des antiken Griechenlands. Sie wurde in einer gotischen Halbkursive von einem einzigen Schreiber in der Region von Neapel geschrieben. Hervorzuheben sind einige gemalte Initialen, die teilweise Figuren enthalten, so eine Muse, die ein mit Sternen übersätes Kleid trägt und ein Schwert in der Hand hält. (jos)

Online seit: 02.06.2010

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