Seleziona un manoscritto di questa collezione: B26  B331 B344  S58  49/85
Paese di conservazione:
Paese di conservazione
Svizzera
Luogo:
Luogo
Zürich
Biblioteca / Collezione:
Biblioteca / Collezione
Braginsky Collection
Segnatura:
Segnatura
B332
Titolo del codice:
Titolo del codice
Diploma di dottorato dell'Università di Padova per Israel Baruch Olmo
Caratteristiche:
Caratteristiche
Pergamena · 4 ff. · 23.5 x 16.8 cm · Padova · 1755
Lingua:
Lingua
Latino
Descrizione breve:
Descrizione breve
L'Università di Padova fu fino al 1880 il più importante centro per gli studenti ebraici, mentre l'Università di Bologna non inseriva nelle matricole gli Ebrei. Il diploma di dottorato costituiva il 'biglietto d'entrata' per i medici ebraici nella moderna società formata da nobili e borghesi. L'Università di Padova rilasciava ai suoi diplomati un documento in latino redatto a mano e decorato. Nella pagina iniziale del diploma per Israel Baruch Olmo figura lo stemma della famiglia Olmo: un olmo affiancato da una fontana zampillante e dallo stelo di un cereale. (red)
DOI (Digital Object Identifier):
DOI (Digital Object Identifier
10.5076/e-codices-bc-b-0332 (http://dx.doi.org/10.5076/e-codices-bc-b-0332)
Collegamento permanente:
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http://www.e-codices.ch/it/list/one/bc/b-0332
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Come citare:
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Zürich, Braginsky Collection, B332: Diploma di dottorato dell'Università di Padova per Israel Baruch Olmo (http://www.e-codices.ch/it/list/one/bc/b-0332).
Online dal:
Online dal
20.12.2016
Diritti:
Diritti
Immagini:
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e-codices · 02.12.2016, 09:30:01

Doktordiplome waren das «Eintrittsbillett» der jüdischen Ärzte in die adelig und bürgerlich geprägte frühneuzeitliche Gesellschaft. Die Thesen ihrer Dissertationen wurden häufi g als dekorative, mit allegorischen Figuren versehene Schmuckblätter gedruckt. Die Universität von Padua war das bevorzugte Ziel jüdischer Studierender. Sie strömten aus ganz Europa herbei, um dort ihre akademischen Studien abzuschliessen. Bis 1619 erlangten 80 Juden die Doktorwürde in den Fächern Medizin und Philosophie. Padua war bis 1800 das wichtigste Zentrum jüdischer Universitätsstudien. Die Universität von Bologna hingegen, die bedeutendste Universität Italiens, verzeichnete damals in ihren Matrikeln keine jüdischen Studenten. Ausserhalb Italiens wurden vor allem im religiös-toleranten Klima der Niederlande jüdische Studierende zur Universität zugelassen. Auch an verschiedenen protestantischen Universitäten in Deutschland konnten Juden seit dem 17. Jahrhundert promovieren. Die Universität von Padua stellte ihren Absolventen von Hand geschriebene und hübsch dekorierte lateinische Diplome in ansprechender Form aus. Allerdings war der übliche Text mit seiner christlichen Anrufungsformel für Juden nicht akzeptabel, weshalb es in ihren Diplomen statt In Christi aeterni nomine hiess: In Dei aeterni nomine («Im Namen des ewigen Gottes»). Auch bei der Jahresnennung stand in den für Juden ausgestellten Diplomen in der Regel currente anno («im laufenden Jahr»). Bei dem hier gezeigten Diplom für Israel Baruch Olmo blieb es jedoch bei Anno a Christi nativitate MDCCLV («im Jahr der Geburt Christi 1755»). Auf der Eingangsseite des Diploms ist das Emblem der Familie Olmo wiedergegeben: eine Ulme, fl ankiert von einem sprudelnden Brunnen und einem Getreidehalm. Olmo, im deutschen Sprachraum Ulmo, ist der Name der in der frühen Neuzeit diesseits und jenseits der Alpen angesehenen und einfl ussreichen jüdischen Familie Ulmo/Ulmer. Ihr Name rührt wohl von ihrer Herkunft aus der Reichsstadt Ulm mit ihrer im Mittelalter bedeutenden jüdischen Gemeinde her. Israel Baruch Olmo wurde in Ferrara als Sohn des in Italien bekannten Rabbiners und Dichters Jacobo Daniele Olmo (1690–1757) geboren. Dieser war Leiter einer Talmudschule (Jeschiwa) und Oberhaupt der aschkenasischen Synagoge in Ferrara. Der Sohn trat in seine Fussstapfen als einer der Honoratioren der Ferrareser Gemeinde. Wie sein Vater schrieb Israel Baruch Olmo auch Gelegenheitsgedichte, so um 1750 ein Hochzeitspoem für Ascher Chefez (Anselmo Gentili) und Abigail Luzzato (Library of the Jewish Theological Seminary in New York, MS 9027 V1:9).

Schöne Seiten. Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection, Hrsg. von Emile Schrijver und Falk Wiesemann, Zürich 2011, S. 140.

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Schöne Seiten. Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection, Hrsg. von Emile Schrijver und Falk Wiesemann, Zürich 2011, S. 140.

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