Handschrift in dieser Sammlung wählen: B26  B350 K21  S58  53/80
Standortland:
Standortland
Schweiz
Ort:
Ort
Zürich
Bibliothek / Sammlung:
Bibliothek / Sammlung
Braginsky Collection
Signatur:
Signatur
B351
Handschriftentitel:
Handschriftentitel
Seder Birkat ha-mazon (Tischsegen und andere Gebete und Segenssprüche)
Schlagzeile:
Schlagzeile
Pergament · 26 ff. · 10.5 x 7.2 cm · Hamburg und Altona, kopiert und illustriert von Jakob ben Juda Leib Schammasch · 1741
Sprache:
Sprache
Hebräisch
Kurzcharakterisierung:
Kurzcharakterisierung
Bis zum Erwerb für die Braginsky Collection war dieses Birkat ha-mason Büchlein von 1741 der Forschung nicht bekannt. Offensichtlich war es einst, wohl als Hochzeitsgeschenk, für eine Frau bestimmt. Ausser dem Titelblatt mit Architekturrahmen und den Figuren von Moses und Aaron gibt es sechs weitere Abbildungen im Text, darunter eine sehr seltene Darstellung einer nur teilweise im Ritualbad untergetauchten Frau (12v) oder auch die eher konventionelle Darstellung einer Frau beim Lesen des Schema-Gebets dem Schlafengehen (17r). Dieses Büchlein wurde von Jakob ben Juda Leib Schammasch aus Berlin illustriert und kopiert. Er ist als einer der produktivsten jüdischen Handschriftenkünstler in Norddeutschland bekannt. (red)
DOI (Digital Object Identifier):
DOI (Digital Object Identifier
10.5076/e-codices-bc-b-0351 (http://dx.doi.org/10.5076/e-codices-bc-b-0351)
Permalink:
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http://www.e-codices.ch/de/list/one/bc/b-0351
IIIF Manifest URL:
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Wie zitieren:
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Zürich, Braginsky Collection, B351: Seder Birkat ha-mazon (Tischsegen und andere Gebete und Segenssprüche) (http://www.e-codices.ch/de/list/one/bc/b-0351).
Online seit:
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20.12.2016
Rechte:
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Bilder:
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e-codices · 02.12.2016, 10:41:08

Jakob, Sohn des Juda Leib Schammasch, aus Berlin war einer der produktivsten jüdischen Handschriftenkünstler in Norddeutschland. Er war es, der dort als erster in seinen mindestens fünfzig bekannten Handschriften die vorbildhaften Amsterdamer Drucklettern zum Vorbild für die Textgestaltung nahm. Über sein Leben ist nur wenig bekannt. Einträge in seinen Kolophonen verweisen darauf, dass er ein Nachkomme des Prager Rabbiners Mordechai ben Abraham Jaffe (um 1535–1612) war. Sein Vater (gestorben zwischen 1724 und 1728/29) war Schammasch («Synagogendiener») in Berlin. Die ersten fünf Handschriften von Jakob ben Juda Leib Schammach entstanden offenbar noch in Berlin (zwischen 1717 und 1720). Danach begab er sich nach Hamburg und führte dort nicht mehr den Beinamen ha-bachur («Junggeselle»), was ein Indiz für eine mittlerweile erfolgte Verheiratung sein dürfte. In Hamburg schuf er die meisten seiner Handschriften, doch arbeitete er auch für Kunden im nahegelegenen Altona, das damals zu Dänemark gehörte. Es sind keine von ihm nach 1741 gefertigte Handschriften bekannt, und 1744 war er sicher nicht mehr am Leben, denn in diesem Jahr bezeichnet sich sein Sohn in einer Handschrift als «Israel, Sohn des verstorbenen Jokew Jakob Leib». In der Hansestadt gab Jakob ben Juda Leib Schammasch seine Kenntnisse an eine Reihe junger Handschriftenkünstler weiter, so auch an Uri Feiwesch ben Isaak Segal, dessen Beschneidungsbuch von 1750 sich ebenfalls in der Braginsky Collection befindet (Katalog Nr. 5). Bis zum Erwerb für die Braginsky Collection war dieses Birkat ha-mason-Büchlein von 1741 der Forschung nicht bekannt. Offensichtlich war Familiees einst, wohl als Hochzeitsgeschenk, für eine Frau bestimmt. Ausser dem Titelblatt mit Architekturrahmen und den Figuren von Moses und Aaron gibt es sechs weitere Abbildungen im Text, darunter eine sehr seltene Darstellung einer nur teilweise im Ritualbad untergetauchten Frau oder auch die eher konventionelle Darstellung einer Frau beim Lesen des Schema-Gebets vor dem Schlafengehen.

Schöne Seiten. Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection, Hrsg. von Emile Schrijver und Falk Wiesemann, Zürich 2011, S. 160.

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Schöne Seiten. Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection, Hrsg. von Emile Schrijver und Falk Wiesemann, Zürich 2011, S. 160.

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