Handschrift in dieser Sammlung wählen: B26  B317 B327  S58  45/85
Standortland:
Standortland
Schweiz
Ort:
Ort
Zürich
Bibliothek / Sammlung:
Bibliothek / Sammlung
Braginsky Collection
Signatur:
Signatur
B318
Handschriftentitel:
Handschriftentitel
Tikkun be-erew rosch chodesch (Gebete für die Feier am Abend von Beginn des Neumontags)
Schlagzeile:
Schlagzeile
Pergament · 18 ff. · 15.5 x 10.2 cm · Meseritsch (Velké Meziříčí), geschrieben und illustriert von Nathan ben Simson aus Meseritsch · 1728
Sprache:
Sprache
Hebräisch
Kurzcharakterisierung:
Kurzcharakterisierung
Das schmale, mit goldgeprägtem Ledereinband versehene Büchlein enthält die Gebete für die Feier am Vorabend des Neumondtags, das von Elieser (Lazarus) von Geldern in Wien in Auftrag gegeben wurde. Die Titelseite zeigt der Konvention entsprechend Moses und Aaron. Der Schreiber und Illustrator Nathan ben Simson aus Meseritsch (Velké Meziříčí ) in Mähren war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts einer der herausragenden Künstler illustrierter hebräischer Handschriften. Zwischen 1723 und 1739 schuf er mindestens 23 solcher Werke. (red)
DOI (Digital Object Identifier):
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10.5076/e-codices-bc-b-0318 (http://dx.doi.org/10.5076/e-codices-bc-b-0318)
Permalink:
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http://www.e-codices.ch/de/list/one/bc/b-0318
IIIF Manifest URL:
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Wie zitieren:
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Zürich, Braginsky Collection, B318: Tikkun be-erew rosch chodesch (Gebete für die Feier am Abend von Beginn des Neumontags) (http://www.e-codices.ch/de/list/one/bc/b-0318).
Online seit:
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20.12.2016
Rechte:
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e-codices · 02.12.2016, 08:40:42

Nathan ben Simson aus Meseritsch (Velké Meziříčí) in Mähren war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts einer der herausragenden Künstler illustrierter hebräischer Handschriften. Zwischen 1723 und 1739 schuf er mindestens 23 solcher Werke. Obwohl sie zunächst keine Ortsangaben aufwiesen, dürften die früheren in Mähren oder in Wien entstanden sein, zwei der späteren (von 1728 und 1737) nennen Rotterdam als Herstellungsort. Im Zentrum seiner Produktion stehen Pessach-Haggadot, doch deckt sein Gesamtwerk auch ein breites Spektrum unterschiedlicher Gebetsgattungen ab. Die Braginsky Collection beherbergt zudem eine von ihm perfekt geschriebene und mit subtil gemalten Bildern geschmückte Haggada von 1730. Zunächst wird Nathan ben Simson aus Meseritsch für die ästhetisch anspruchsvolle Schicht der Hofjuden in Wien gearbeitet haben. So entstand auch dieses schmale, mit goldgeprägtem Ledereinband versehene Büchlein, das die Gebete für die Feier am Vorabend des Neumondtags enthält. In Auftrag gegeben hatte es in Wien Elieser (Lazarus) von Geldern, Sohn des Düsseldorfer Hoffaktors Juspa von Geldern und Schwiegersohn von Simon Michael aus Pressburg. Die Titelseite zeigt der Konvention entsprechend Moses und Aaron, wobei es der Künstler verstanden hat, den Gestalten mit leichten Pinselstrichen den anmutigen Geist des Rokoko einzuhauchen. Ausserdem schmücken zahlreiche Zierbuchstaben, wie sie auch auf zeitgenössischen jüdischen Beschneidungswimpeln und als Holzschnitte in gedruckten Büchern zu finden sind, die Seiten dieses Gebetbuchs.

Schöne Seiten. Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection, Hrsg. von Emile Schrijver und Falk Wiesemann, Zürich 2011, S. 42

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Schöne Seiten. Jüdische Schriftkultur aus der Braginsky Collection, Hrsg. von Emile Schrijver und Falk Wiesemann, Zürich 2011, S. 42

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