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Bern, Burgerbibliothek, Cod. A 94.4
Pergament · 8 ff. · 31.5-32 x 21-21.5 cm · Frankreich: Raum Orléans · 1. Viertel 9. Jahrhundert
Commentarius in Psalmos; Commentarius in Proverbia Salomonis (Fragment)

Acht Blätter einer grossformatigen Handschrift, die bereits seit längerer Zeit mit Theodulf von Orléans in Verbindung gebracht wurden. Tatsächlich handelt es sich um eine bislang verloren geglaubte Lage aus dem bibelexegetischen Sammelband des Theodulf, deren übrige Teile in Paris, BN lat. 15679 enthalten sind. Die heute verbundene Lage umfasst den Schluss des Psalmenkommentars sowie den Beginn eines Kommentars zu den Proverbia Salomonis. Aufgrund eines teilweise radierten Besitzeintrags lässt sich die Zugehörigkeit zur Abtei Saint-Mesmin de Micy belegen. Das Fragment gelangte 1632 aus dem Besitz von Jacques Bongars nach Bern. (mit)

Online seit: 13.06.2019

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 126
Pergament · 2 ff. · 18.3 x 11.5 cm · Deutschland (?) · 12. Jahrhundert (Ende?)
Ovid, Tristia

Das Pergament-Doppelblatt aus dem späten 12. Jahrhundert wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt als Einband benutzt, wie es die Faltspuren im unteren Rand zeigen. Es enthält einen Auszug der Tristia, eine Sammlung von Briefen in elegischen Disticha, die Ovid während seinem Exil schrieb. Der Text ist aufeinanderfolgend, was darauf hinweist, dass sich das Doppelblatt in der Mitte einer Lage befand; nur durch den Zuschnitt des oberen Teils des Blattes fehlen einige Verse. Es wurde 1958 von Martin Bodmer beim Buchhändler Kraus in New York erworben. (rou)

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Cologny, Fondation Martin Bodmer, Cod. Bodmer 145
Papier · I + 143 + I ff. · 20 x 14.2 cm · Südwestdeutschland · 15./16. Jh.
Marquart von Stadtkyll: Chirurgie, Von den Zeichen des Todes, Medizinische Rezepte aus der wundärztlichen Praxis

Der grösste Teil der Handschrift enthält Werke des Marquart von Stadtkyll – Chirurgie (5r-50r) und Von den Zeichen des Todes (50v-58v) – oder ihm zugeschriebene Werke (59r-109r, verschiedene Rezepte für Pflaster, Salben, Pulver, Bäder etc.). Im Rest der Handschrift (1v-4v, 109r-139r) wurden 150 medizinische Rezepte von verschiedenen Kopisten zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert transkribiert. Die Schriftart und der verwendete Dialekt verweisen auf eine südwestdeutsche Herkunft. Im 19. Jahrhundert befand sich die Handschrift im Besitz einer Familie Hegwein von Herrnsheim (Unterfranken), deren Mitglieder ihre Namen und mehreren Daten in der Handschrift hinterliessen. 1969 wurde sie von Martin Bodmer in der William H. Schab Gallery in New York gekauft. (ber)

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Faido, Archivio parrocchiale, Messale ambrosiano
Pergament · 27 ff. · 24.5 x 18 cm · Italien · 15. Jahrhundert
Ambrosianisches (Teil-)Missale

Die Handschrift, die aus nur 28 Blättern besteht und einen Teil eines Missale mit ambrosianischem Ritus enthält, stammt aus dem Oratorium des Hl. Bernardino in Faido (Kanton Tessin), das im 15. Jahrhundert (wahrscheinlich 1459) unter der Schirmherrschaft der Familie Varesi neu gesegnet worden war. Die Handschrift wurde möglicherweise zu dieser Gelegenheit von der Familie Varesi dem Oratorium geschenkt, um die Feier der heiligen Messe zu ermöglichen. Sie fügte wahrscheinlich den ersten Lagen (1-12, 16-19) diejenige mit der Messe für den Schutzheiligen S. Bernardino hinzu (20-25), sowie auch das lose Blatt mit zwei Miniaturen, welche die Maiestas domini und die Kreuzigung darstellen. Die Schrift, eine gotische rotunda von italienischem Typus, kontrastiert mit den Miniaturen, die eine gewisse Verwandtschaft mit zeitgleichen, kolorierten Gravuren deutscher Herkunft aufzeigen. (ber)

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Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 10
Pergament · 212 + 17 ff. · 31-31.5 x 21.5 cm · Hauterive · um 1200
Antiphonarium Diurnum et Hymnarium Cisterciensia

Aus mittelstarkem, ziemlich verschmutztem Pergament, Bindung 17./18. Jh. mit Holzdeckeln und schwarzem gepressten Ledereinband, vorne und hinten mit 5 Messingbuckeln (1 Buckel fehlt hinten). 2 Fragmente von Schliessen. Paläographische und inhaltliche Indizien weisen darauf hin, dass der Band in Hauterive entstanden ist. (zim)

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Fribourg/Freiburg, Couvent des Cordeliers/Franziskanerkloster, Ms. 44
Papier · 192 ff. · 15 x 22 cm · vor 1432 zu einem Codex zusammengefügt
Sermones

Sammelband mit Predigtmaterialien, geschrieben von verschiedenen kursiven Händen. Möglicherweise zusammengestellt von Friedrich von Amberg (Guardian im Franziskanerkloster Freiburg 1409, 1414). Von seiner Hand stammen die Reklamanten und die Tabula de tempore und de sanctis. (zim)

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. gr. 29/1
Papier · III + 381 + I ff. · 31.6 × 22 cm · Venedig (?) · Mitte des 16. Jahrhunderts
Athanasius der Grosse, Werke

Diese Sammelhandschrift besteht aus drei Bänden und sieben verschiedenen kodikologischen Einheiten. Sie überliefert mehr als 30 Werke, sowohl athanasische wie auch pseudo-athanasische, oft in mehreren Kopien. Die Texte wurden im 16. Jahrhundert in Norditalien, in der Schweiz oder in Deutschland geschrieben, vielleicht auf die Initiative von Theodor von Beza hin, um die erste Edition von Athanasius' Werken auf Griechisch von Peter Felckmann vorzubereiten, die 1600-1601 in Heidelberg von Commelin herausgegeben wurde. Die Handschrift überliefert nur späte Texte, ist aber aufgrund ihres Status als Druckvorlage für die editio princeps der Werke Athanasius' von ausserordentlicher historischer Bedeutung. Aus ihr ergeben sich alle von Felckmann identifizierten Textvarianten, die 1686 von B. de Montfaucon aufgegriffen und in Migne weitergegeben wurden. (hom)

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. gr. 29/2
Papier · I + 365 ff. · 31.5 × 21.5-22 cm · Norditalien · 1569-70; 1567; 3. Viertel des 16. Jahrhunderts
Athanasius der Grosse, Werke

Diese Sammelhandschrift besteht aus drei Bänden und sieben verschiedenen kodikologischen Einheiten. Sie überliefert mehr als 30 Werke, sowohl athanasische wie auch pseudo-athanasische, oft in mehreren Kopien. Die Texte wurden im 16. Jahrhundert in Norditalien, in der Schweiz oder in Deutschland geschrieben, vielleicht auf die Initiative von Theodor von Beza hin, um die erste Edition von Athanasius' Werken auf Griechisch von Peter Felckmann vorzubereiten, die 1600-1601 in Heidelberg von Commelin herausgegeben wurde. Die Handschrift überliefert nur späte Texte, ist aber aufgrund ihres Status als Druckvorlage für die editio princeps der Werke Athanasius' von ausserordentlicher historischer Bedeutung. Aus ihr ergeben sich alle von Felckmann identifizierten Textvarianten, die 1686 von B. de Montfaucon aufgegriffen und in Migne weitergegeben wurden. (hom)

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. gr. 29/3
Papier · I + 267 ff. · 31.7 × 21.5-22 cm; 31.5 × 21 cm · Deutschland und Basel · 2. Drittel des 16. Jahrhunderts und letztes Viertel des 16. Jahrhunderts
Athanasius der Grosse, Werke

Diese Sammelhandschrift besteht aus drei Bänden und sieben verschiedenen kodikologischen Einheiten. Sie überliefert mehr als 30 Werke, sowohl athanasische wie auch pseudo-athanasische, oft in mehreren Kopien. Die Texte wurden im 16. Jahrhundert in Norditalien, in der Schweiz oder in Deutschland geschrieben, vielleicht auf die Initiative von Theodor von Beza hin, um die erste Edition von Athanasius' Werken auf Griechisch von Peter Felckmann vorzubereiten, die 1600-1601 in Heidelberg von Commelin herausgegeben wurde. Die Handschrift überliefert nur späte Texte, ist aber aufgrund ihres Status als Druckvorlage für die editio princeps der Werke Athanasius' von ausserordentlicher historischer Bedeutung. Aus ihr ergeben sich alle von Felckmann identifizierten Textvarianten, die 1686 von B. de Montfaucon aufgegriffen und in Migne weitergegeben wurden. (hom)

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. lat. 31
Pergament · I + 220 + I ff. · 18.5 x 13.2 cm · Paris, Werkstatt des Meister von Coëtivy (identifiziert mit Colin d’Amiens) · Mitte des 15. Jahrhunderts
Stundenbuch nach dem Gebrauch von Paris

Das kleinformatige Stundenbuch nach dem Gebrauch von Paris enthält neben den üblichen Gottesdiensten einige Texte auf Französisch (ein Gebet an den Heiligen Rochus, Les quinze joies de Notre-Dame und Les sept requêtes à Notre Seigneur). Es ist reich illuminiert, mit ganzseitigen und kleineren Miniaturen, die der Werkstatt des Meisters von Coëtivy (mittlerweile mit Colin d’Amiens identifiziert) zugeschrieben wurden (Gagnebin, 1976). Obwohl einige Illuminationen leicht beschädigt sind, zeigen sie in der Ausführung eine hohe Qualität, besonders in den Fürsprachen der Heiligen (ff. 201r-220v). Das Stundenbuch war für einen Mann bestimmt (maskuline Gebetsansprachen, f. 21r und 25v), vielleicht für einen gewissen Jean Novelli, dessen Namen, zusammen mit dem Datum 1460, auf dem Einband aus dem 18. Jahrhundert erwähnt wird. (rou)

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Genève, Bibliothèque de Genève, Ms. lat. 38b
Pergament · II + 43 + II ff. · 31.2 x 21 cm · Paris und Genf · 13. Jahrhundert (+ Ergänzungen aus dem 14.-16. Jahrhundert)
Feierliches Evangelistar der Kathedrale St. Peter von Genf

Die Handschrift enthält mehrere zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert kopierte Texte. Beim ältesten handelt es sich um das feierliche Evangelistar der Kathedrale St. Peter von Genf (ff. 5-28v), das seinen Illuminationen gemäss (besonders auf f. 5r) wahrscheinlich in Paris geschaffen wurde, auch wenn die Perikopen den Genf eigenen Festen entsprechen. Danach folgen Auszüge der gesungenen Evangelien (mit Liniennotation) aus dem 14. und 15. Jahrhundert, wovon eines einen interessanten liturgischen Zeugen vom Ende des 15. Jahrhundert für die Epiphaniefeier darstellt (ff. 37v-40r). (rou)

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Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Kupferstichkabinett, Graphische Sammlung, Bredt 6, Kapsel 1593
Pergament · 1 f. · 12 x 17 cm · Fulda · ca. 1156
Fuldaer Legendar

Teil von einem Blatt aus dem 3. Band (Mai-Juni) eines ehemals sechsbändigen Fuldaer Legendars, das 1156 Rugger, Mönch des Klosters Frauenberg in Fulda (1176-1177 als Rugger II. Abt von Fulda), in Auftrag gegeben hatte. Das Fragment enthält Teile der Passio sanctorum Marci et Marcelliani sowie der Vita s. Bodardi und stammt vermutlich von der Hand Eberhards von Fulda. Das Legendar wurde noch in der Mitte des 16. Jhs. von Georg Witzel (1501-1573) in Fulda benutzt und für sein Hagiologium seu de sanctis ecclesiae (Mainz 1541) sowie für seinen Chorus sanctorum omnium. Zwelff Bücher Historien Aller Heiligen Gottes (Köln 1554) ausgewertet. Weitere Fragmente des 3. Bandes befinden sich in Basel und Solothurn. Sie zeigen, dass dieser, ebenso wie zumindest auch der 6. Band (November-Dezember) des Legendars, schon wenig später nach Basel kam, wo beide offenbar um 1580 makuliert wurden. (stb)

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St. Gallen, Kantonsbibliothek, Vadianische Sammlung, VadSlg Ms. 326
Pergament · IV + 134 + IV ff. · 12.3-12.5 x 9-9.5 cm · Italien · 14. Jahrhundert
Mahzor gemäss dem römischen Ritus

Dieses kleine mahzor gemäss dem römischen Ritus wurde in Italien während dem 14. Jahrhundert kopiert. Der erste Teil enthält abgekürzte Gebete für die Festtage des jüdischen liturgischen Jahres (Pessah, Shavuot, Rosh ha-Shanah, Yom Kippur, Sukkot, Shemini Atseret), der zweite Teil enthält zahlreiche liturgische Gedichte zu den Gebeten. Die Dimensionen dieses Gebetsrituale scheinen auf einen persönlichen Gebrauch hinzuweisen, möglicherweise auf eine Frau als Besitzerin, da ein Begriff, der sich in der vidui (Beichte) am Ende der Nachmittagsgebete an Yom Kippur findet, mit einem femininen Suffix beendet wird. (iss)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 61
Pergament · 344 pp. · 25.5 x 17–18 cm · St. Gallen (?) · 12./13. Jahrhundert
Bibel (Io, Mc) mit Glossa ordinaria

In diesem Band sind drei Codices zusammengebunden. Die beiden ersten (p. 184 und 85228) enthalten das Johannesevangelium, der dritte (p. 229342) das Markusevangelium, jeweils mit dem sog. Prologus monarchianus (Stegmüller, Repertorium Biblicum, Nr. 624: p. 12 und 8688; Stegmüller, RB 607: p. 229232) und Glossa ordinaria. Im ersten Codex bricht der Evangelientext auf p. 84 in Io 21,2 mitten im Satz ab; glossiert ist nur Io 1,1–8,24. Im zweiten Codex ist Io 1,1–20,25 glossiert. Während der erste und dritte Codex aus dem 12. Jahrhundert stammen, ist der zweite etwas später (12./13. Jahrhundert). Die letzten Seiten des dritten Codex sind ebenfalls später (13. Jahrhundert: Glossierung ab p. 315, Haupttext ab p. 319). Auf p. 3 eine zoomorphe Initiale (Drache), auf p. 229 eine Spaltleisteninitiale in Minium. Als Rückenhinterklebung wurden Handschriftenfragmente des 10. Jahrhunderts verwendet. Auf der Innenseite des Vorderdeckels Abklatsch eines Handschriftenfragments. Spätmittelalterlicher Besitzeintrag des Klosters St. Gallen auf dem hinteren Spiegelblatt. (sno)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 66
Pergament · 64 pp. · 23.5–24 x 15–15.5 cm · St. Gallen (?) · 12. Jahrhundert
Epistolae catholicae mit Glossa ordinaria

Abschrift der Katholischen Briefe mit Glossa ordinaria: Prolog des Hieronymus zum Jakobusbrief, Stegmüller, Repertorium Biblicum, Nr. 809 (p. 4), Jakobusbrief (p. 519), 1. Petrusbrief (p. 1934), 2. Petrusbrief (p. 3443), 1. Johannesbrief (p. 4357), 2. Johannesbrief (p. 5759), 3. Johannesbrief (p. 5961), Judasbrief (p. 6164). Auf p. 1 und 2 von verschiedenen Händen weitere einführende Texte zum Jakobusbrief, u. a. der Prolog des Hieronymus (Stegmüller, RB 808), Auszüge aus Hieronymus, ep. 53 (Stegmüller, RB 807), ein anonymer Prolog zum Jakobusbrief (Stegmüller, RB 806) und andere im weitesten Sinne der Glossa ordinaria zugehörige Texte (erwähnt bei Stegmüller, RB 11846, als nur in dieser Handschrift überliefert). Ebenfalls auf p. 2 die ersten 3 Strophen der Johannes-Sequenz Verbum dei deo natum. (sno)

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 69
Pergament · 448 pp. · 18–19 x 25.5–26.5 cm · St. Gallen (?) · 12. und 12./13. Jahrhundert
Bibel (Epistolae Pauli mit Glossa ordinaria); Augustinus u. a., Sermones; Adso von Montier-en-Der, De antichristo; Petrus Abaelard, Sententiae

Zwei Codices in einem Band. Der erste (p. 1288; frühes 12. Jh.) enthält die Paulusbriefe mit Glossa ordinaria und vier Prologen: anonymer Prolog, Stegmüller, Repertorium biblicum, Nr. 11086 (p. 1), Prolog des Pelagius (?), Stegmüller, RB 670 (p. 12), Prolog des Pelagius, Stegmüller, RB 674 (p. 23), Prolog des Marcion, Stegmüller, RB 677 (p. 3). Auf p. 3 ausserdem Auszüge aus dem Decretum Gratiani (D. 28 c. 17), dem Concilium Bracarense II, can. 2, und einem anderen kirchenrechtlichen Text. Es folgen die Paulusbriefe in der üblichen Reihenfolge (p. 5287), einschliesslich des apokryphen Laodizenerbriefs (p. 216218). Der zweite Codex (p. 288448; 12. Jh., ab p. 417 12./13. Jh.) enthält überwiegend Auszüge aus Predigten und anderen Werken des Hieronymus (p. 289374 und 386387), dazwischen weitere Predigten (p. 382386, 387403 und 408415) und andere Werke, teils nur in Auszügen: Grimlaicus, Regula solitariorum, cap. 3–5 und 31–34 (p. 374381); anon., De consanguinitate BMV (p. 403407); Gregor von Tours, Miracula 1, 31–32 (über den hl. Thomas; p. 407408); Amalarius von Metz, Ordinis missae expositio I, Prolog und cap. 17 (p. 415416); Exzerpt aus Gregor d. Gr., Regula pastoralis, cap. 12 (p. 416); Petrus Abaelard, Sententiae 1–60 und 102–247 (p. 417448). Auf dem Vorder- und Hinterdeckel Abklatsche von Fragmenten eines Missales aus dem 10. Jahrhundert. (sno)

Online seit: 13.06.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 470
Pergament · 247 pp. · 14.5 x 10.5 cm · Brabant oder Nordostfrankreich · 15. Jahrhundert
Lateinisches Stundenbuch und Obituar

Handwerklich auf hohem Niveau hergestelltes und stilsicher geschriebenes Stundenbuch (pp. 1-193, nach vier Vorsatzblättern aus Papier). Hervorzuheben ist die Miniatur auf p. 24, die die heilige Veronika mit dem Schweisstuch Christi zeigt. Das Antlitz Christi ist später stark beschädigt worden. Die Miniatur auf p. 163 ist ganzseitig und steht am Beginn der Totenvigil. Die Initialen der Handschrift sind mit Blattgold versehen, ebenso die Zierseiten, die – beispielsweise p. 24, 38, 52 und 132  - mit figurativen Schmuckelementen wie Tierdarstellungen ausgestattet sind. Die Handschrift scheint im 16. Jahrhundert in den ostalemannischen Raum und nach St. Gallen gelangt zu sein. (nie)

Online seit: 13.06.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 489
Papier · 89 ff. · 10 x 7-7.5 cm · St. Gallen · 1484, 1485
Deutschsprachiges Privatgebetbuch

Das Gebetsbuch umfasst Gebete aus der Sammlung des Herzogs Wilhelm III. von Bayern (ff. 1v-16r), Gebete an die Jungfrau Maria (ff. 17r-39r), Gebete zur heiligen Messe und andere (ff. 39v-45v) sowie zur Kommunion (ff. 80r-88v). Dazwischen stehen die Verse St. Bernhards (ff. 46v-50v) und verschiedene weitere Segens- und Gebetstexte (ff. 51v-78v). Geschrieben und mit Lombarden und Fleuronnée-Initialen illuminiert hat sie – gemäss einer Subskription auf f. 81v – der Berufsschreiber Simon Rösch. Auf ff. 89 und 90 (aufgeklebt auf dem hinteren Buchdeckel) ist von anderer Hand ein weiteres Gebet nachgetragen. Die Sprache der Gebete ist Schwäbisch. Zahlreiche feminine Formen in Nennungen weisen auf eine weibliche Auftraggeberschaft, vermutlich ein St. Galler Frauenkloster, hin. (nie)

Online seit: 13.06.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 494
Papier · 144 ff. · 11.5 x 8 cm · St. Gallen, Franz Gaisberg · ca. 1477–1504
Lateinisches Gebetbuch des Franz Gaisberg

Das kleinformatige Gebetbuch des späteren St. Galler Abtes Franz Gaisberg (Abt 1504–1529) enthält ausschliesslich lateinische Gebete. Es beginnt mit einem Kalendar (f. 1r12v) und einer komputistischen Tabelle (f. 13r/v), es folgen Gebete über die Passion (f. 14r29v), Gebete und Antiphonen zu Maria (f. 31r49r) und anderen Heiligen (f. 49r80r) sowie zum Commune sanctorum (f. 81v83v), diverse weitere Gebete (f. 83v107r) sowie Stundengebete zur Passion und für die Seelen Verstorbener (f. 107v140r). Ausser zwei- bis vierzeiligen Initialen mit einfachem Rankenwerk in roter Tinte ist kein Buchschmuck vorhanden. (sno)

Online seit: 13.06.2019

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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 499
Papier · 230 ff. · 8.5-9 x 6.5-7 cm · Süddeutsches Kloster (heutiges Baden-Württemberg)? · 1509
Deutsche Gebete

Der kleine Codex besteht aus zwei Textteilen. Der erste Teil (ff. 1-79) setzt sich aus den Texten zweier Schreiberinnen zusammen (ff. 1r-28r und 28v-79r) und entstand um 1500 oder kurz darauf. Der zweite Teil (ff. 80-226) wurde gemäss einer Subskription auf f. 162r von einer Schwester Fides Baierin geschrieben und gehörte nach einem Eintrag auf f. 80r danach einer Schwester Barbara Wingelhus. Die letzten drei Blätter sind leer. Das Büchlein gelangte im späteren 18. Jahrhundert in die Stiftsbibliothek. Es enthält im ersten Teil unterschiedliche Gebete, vor allem zur Passion, im zweiten Teil Gebete zu Ehren der Heiligen Maria. Die Sprache der Texte ist ein schwäbisch gefärbtes Frühneuhochdeutsch. (nie)

Online seit: 13.06.2019

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