Für diese Handschrift sind folgende Beschreibungen vorhanden

  • Katalog der datierten Handschriften in der Schweiz in lateinischer Schrift vom Anfang des Mittelalters bis 1550, Bd. III: Die Handschriften der Bibliotheken St. Gallen-Zürich, bearbeitet von Beat Matthias von Scarpatetti, Rudolf Gamper und Marlis Stähli, Dietikon-Zürich 1991, S. 90.
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  • Scherrer Gustav, Verzeichnis der Handschriften der Stiftsbibliothek von St. Gallen, Halle 1875, S. 382-383.
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St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 1006
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Scherrer Gustav, Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibliothek von St. Gallen, Halle 1875, S. 382-383.

Handschriftentitel: Cod. Sang. 1006
Entstehungszeit: v. J. 1516-1526
Beschreibstoff: Papier
Umfang: 762 Seiten
Format: 12°
Schrift und Hände:
  • von Mehrern, meist aber von H. C. H. geschrieben, d. h. von Hans Conrad Haller Conv. S. Gall.
  • Der Schreiber eines Theils dieser Rs., sowie noch fünf anderer, Hans Conrad Haller genannt Obolus, von Wyl, ein Kalligraph, that 1508 Profess, wurde Priester und Custos in St. Gallen und starb IV. Idus Octobr. a° 1525 (Stiplin Collect. I p. 354).
Inhaltsangabe:
  • 1). S. 13-30: Passionsgebete.
    • S. 31-32: Owe hertzliebes Kind owe etc.
      (Rest eines geistlichen Spiels, gedr. in Mone's Schausp. d. M. A. I p. 198).
    • S. 33-44: Ludus ascensionis, aus dieser Hs. gedr. bei Mone a. a. O. p. 251-264.
    • S. 45: Kleiner Rest eines komischen Epilogs oder besondern Lustspiels (s. ebenda p. 264). Vorher fehlt ein Blatt.
  • 2). S. 46-65: Bis gegrüsset iunckfrowe rich. In minem ruffe höre mich etc. – ein Gebet an S. Dorothea in 12 Grüssen oder 390 Versen, laut p. 61 vom J. 1430: do ward gedichtet dis gedicht Und us latin in düsche gericht. Es scheint ungedruckt zu sein.
  • 3. S. 66-80: Hie vor an einer winter zitt Beschach ain jemerlicher stritt etc. …–… bis: Hilff uns us aller nott.
    Es sind 305 abgesetzte Zeilen in 10 Abschnitten. Gegen Ende wird das Gedicht der selle clag genannt; es ist vom Teichner und hs. auch in München Cgm. 714, in Wien (Hoffmann Altd. Hss. in Wien p. 159) und in London (Bächtold Lond. Hss. p. 115).
  • 4). S. 81-95: Aller ding ein schöpffer mit gewalt Ich mane dich dz so manig falt etc.
    (Tagzeiten von Christi Leiden in nicht abgesetzten Reimzeilen).
  • 5). S. 96-762: Verschiedene erbauliche Stücke in grosser Zahl
    • z. B. S. 200-230: Anweisung den Rosenkranz zu beten Hie nach stat der guldin rosenkrantz u. l. fr. (S. 215: Der Engel Gabriel lehrte ihn einer Nonne).
    • S. 250-259: Wilt du ain kostbars vingerlin haben an dem vinger diner sel so nim etc.
      (Die Edelsteine sind die Tugenden).
    • S. 406-486: Von S. Anshelms frag
      (lateinisch bei Hain 1139 bis 41) und
    • S. 508-524 das Salve Regina in 10 gereimten Absätzen: Gegrusset syest du Kungin, Aller barmhertzigkeit ein voller schrin u.s.w.